(06.03.12/dom)
Chile steht unter Schock nachdem am Wochenende eine Gruppe
von Neo-Nazis den 24-jährigen Daniel Zamudio derart verprügelt
und gequält haben, dass er derzeit im Koma liegt.
Es war eine äusserst hinterhältige Tat: Am frühen
Samstagmorgen wurde der 24-jährige Daniel Zamudio in Parque San
Borja in der chilenischen Hauptstadt Santiago schwerverletzt aufgefunden. Wie die "El Movimiento de
Integración y Liberación Homosexual (Movilh)", die grösste
LGBT-Organisation Chiles, weiter berichtet, hätten die Angreifer
Zamudio mit stumpfen Gegenständen traktiert, bevor sie ihm einen
Teil seines Ohres abgeschnitten haben. Auf dem Bauch haben sie
ihm ein Hackenkreuz eingeritzt, und Teile seines Körpers haben
sie zudem mit brennenden Zigaretten gequält. Daniel Zamudio
wurde gleich nachdem er gefunden wurde, ins Spital gebracht, wo
er derzeit im Koma liegt.
Die Mutter von Daniel Zamudio erklärte gegenüber einer Zeitung,
dass ihr Sohn am Freitag normal zur Arbeit fuhr. Sie habe dann
aber nichts mehr von ihm gehört, bis sie benachrichtigt wurde,
dass man ihn am nachfolgenden Tag im Park gefunden gefunden
habe. Weiter erklärte sie, dass Daniel aufgrund seiner
Homosexualität schon einmal von den Neo-Nazis in einem Club in
Santiago bedroht worden sei.
Der Fall sorgte für viel Aufmerksamkeit in Südamerika, und auch
Stars wie Ricky Martin schrieben via Twitter über die Tat und sind in Gedanken bei Daniel Zamudio.
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