(31.05.10/dom)
Nicht zuletzt wegen den stets sinkenden Geburtenzahlen möchte
die deutsche FDP die Hürden für die Adoption eines Kindes senken
– auch für schwullesbische Paare.
Gleichgeschlechtlichen Paaren ist es derzeit in Deutschland
nicht möglich, Kinder zu adoptieren. Geht es nach der SPD und
den Grünen, so soll dieses Verbot längst fallen, und setzt sich
auf die FDP für dieses Anliegen ein. . Bundestags-Fraktionsvize
der FDP, Miriam Gruss, erklärte gegenüber der „Welt am Sonntag“,
dass sie ein Adoptionsrecht für Schwule und Lesben angebracht
sei. Gleich argumentiert auch Bundesjustizministerin Sabine
Leutheusser-Schnarrenberger (FDP). Sie betonte, dass ein
funktionierendes Eltern-Kind-Verhältnis das Ziel einer jeden
Adoption sein sollte. Kinder würden in einer Lebenspartnerschaft
genauso gut aufwachsen und sich entwickeln wie in anderen
Lebensgemeinschaften, dies hätten wissenschaftliche
Untersuchungen bewiesen. Damit verfolgt die Ministerin in diesem
Punkt dieselbe Politik wie bereits ihre Vorgängerin Brigitte
Zypries von der SPD.
Die Koalitionspartnerin der FDP in der Regierung, die CDU/CSU,
stellt sich weiterhin gegen die Einführung des Adoptionsrechts
für schwullesbische Paare. Deren Familienpolitiker
argumentieren, dass dies nicht zum Wohle des Kindes sei. Die
beiden FDP-Politikerinnen erklärten zudem, dass Deutschland auch
bezüglich der Leihmutterschaften weniger einschränkend sein
soll. Zudem soll auch die Altergrenze, welche derzeit gilt,
gelockert werden. Aufgrund der derzeitigen Gesetzeslage ist es
Eltern nur dann erlaubt ein Kind zu adoptieren, wenn der Abstand
zwischen Eltern und Kind nicht mehr als vierzig Jahren beträgt. |