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DEUTSCHLAND: Standaktion gegen Homophobie auf Rügen nicht bewilligt
family image(07.03.12/dom) Der bekannte deutsche Kurbadeort Binz, auf der Insel Rügen vor der Ostseeküste gelegen, erlaubt es der lokalen Gay Organisation nicht, am Internationalen Tag gegen Homophobie am 17. Mai mit einem Infostand auf die Problematik aufmerksam zu machen.

Als Begründung erklärte der Bürgermeister Karsten Schneider gegenüber der „Ostsee-Zeitung“, dass an dieser Stelle keine politischen Veranstaltungen stattfinden dürfen. Dies sei bereits vor Jahren beschlossen worden. Laut der Zeitung haben sich die Behörden die Entscheidung nicht einfach gemacht, und sie hätten sich erst nach langem Ringen dazu entschlossen. Der Regenbogenverein von Stralsund, welcher das Gesuch für den Infostand auf dem Seebrückenvorplatz eingereicht hat, zeigte sich enttäuscht ob der Absage.

Gegenüber der Ostsee-Zeitung sagte ein Mitglied, dass der Verein keine politische Institution sei, und dass man lediglich für Akzeptanz und Toleranz werben wolle. Es gebe auf der Insel Rügen noch viel Aufklärungsbedarf, fügte er hinzu. Er hoffe, dass sich die Behörden die Entscheidung noch einmal überlegen oder eine alternative Lösung gefunden werden könne.

Der Tag gegen Homophobie ist ein in der internationalen Gay Community fest verankertes Datum und findet weltweit jeweils am 17. Mai statt. Dies war offenbar ein weiterer Knackpunkt aus Sicht der Behörden, denn am 17. Mai ist in diesem Jahr just Christi Himmelfahrt. Gut möglich, dass dies bei der Entscheidung auch noch mitspielte und sich die Verantwortlichen nicht mit der Kirche anlegen wollten.
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