(05.12.11/dom)
Geht es nach dem neuen Präsident der italienischen
Profi-Fussballergewerkschaft, Damiano Tommasi, dann sollen sich
Schwule nicht outen – egal ob im Fussball, in der Politik oder
sonst wo.
Zuerst war er selber Profi-Fussballspieler. Er spielte unter
anderem bei der AS Roma, aber auch in der italienischen
Fussball-Nationalmannschaft. Seine aktive Zeit hat Damiano
Tommasi nun aber hinter sich, und er ist heute als Funktionär
tätig, nämlich als Präsident der italienischen
Profi-Fussballergewerkschaft AIC. In dieser Funktion war es auch,
in der nun erklärte, dass sich Fussballer nicht outen sollen.
Homosexualität sei immer noch ein Tabu im Fussball, erklärte der
37-Jährige, und das Zusammenleben sei in diesem Sport nun mal
anders als in anderen Berufen. Es sei in keinem Beruf einfach,
zu seiner sexuellen Neigung zu stehen, aber im Fussball sei es
gerade noch einmal schwieriger, fügte er hinzu, da man dort auch
die Garderobe miteinander teile, und damit auch die Intimitäten.
In der Fussballwelt könne dies zu Verwirrung und zu Verlegenheit
führen, meinte Tommasi weiter.
Weiter erklärte er aber auch, dass es seiner Meinung nach nicht
der richtige Weg sei, sich zu outen. Der Fakt, dann nur noch
derjenige welche zu sein, der schwul ist, sei in keinem Beruf
einfach, egal ob es sich um einen Journalist, einen Fussballer
oder um einen Politiker handelt. Er rate deshalb davon ab.
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