(25.01.10/dom)
Eigentlich unglaublich: Die Schlagzeilen von Todesstrafen, welche
gegen schwule Iraner ausgesprochen werden, ein iranischer
Ministerpräsident der ständig gegen Homosexuelle wettert,
und nun dies: Norwegen will offenbar einen schwulen Iraner in dessen
Heimat abschieben.
Asghar Hedayati, 40, ist aus seiner Heimat Iran geflohen, weil ihm
aufgrund seiner Homosexualität lange Haftstrafen bis hin zur
Todesstrafe drohen. Bereits im Jahr 2003 hat er deswegen in Norwegen
ein Asylgesuch gestellt. Doch nun droht ihm die Abschiebung in den
Iran, da Norwegen seine sexuelle Orientierung nicht als Asylgrund
akzeptiert.
Eine wahre Odyssee hat Hedayati bereits hinter sich: Als es aufgrund
seiner Homosexualität im Iran immer ungemütlicher wurde,
flüchtete er nach Dänemark um dort einen ersten Antrag auf
Asyl zustellen. Als dieser abgelehnt wurde, floh er weiter nach
Norwegen. Dort bekam er nun ebenfalls einen negativen Bescheid, und
er müsste das Land eigentlich bis zum 25. Januar, verlassen.
Die norwegischen Asylbehörden begründen ihre Entscheidung
damit, dass Hedayati im Iran nichts zu befürchten habe, solange
er sich nicht oute.
IRQR.net, das iranische Flüchtlingsnetzwerk für Schwule
und Lesben, ruft die Community nun dazu auf, sich für Hedayati
einzusetzen und ans norwegische Justizministerium, an den
Justizminister und an die Asylbehörden Protestmails zu
schicken, damit diese ihr Urteil nochmals überdenken. Auch
Asghar Hedayati, der ganze sieben Jahre auf den Entscheid gewartet
hat, will weiter für seine Zukunft kämpfen, gab er
bekannt.
Möchtest auch Du mithelfen, und ein Protestschreiben nach
Norwegen mailen, auf der Website von IRQR.net findest Du die
nötigen Informationen: LINK |