(25.05.12/dom)
Während die geplante Gay Pride in Belgrad im vergangenen Jahr
aufgrund von Sicherheitsbedenken von offizieller Seite her
verboten wurde, geht die LGBT-Community nun in die Offensive:
Sie planen gleich ein achttägiges Festival und sie orientieren
sich dabei an der Occupy-Bewegung.
Weil sie die angekündigten Gegenproteste und die damit
verbundenen Ausschreitungen fürchteten, haben die Behörden im
vergangenen Jahr eine angekündigte Gay Pride in der serbischen
Hauptstadt Belgrad kurzerhand verboten. Unbegründet waren die
Sorgen der Polizei nicht, doch statt mehr Sicherheitskräfte zum
Schutz der Paradeteilnehmer aufzubieten, sind sie damals vor den
Nationalisten, Rechtsradikalen und Ultrakonservativen
eingeknickt. Dies soll sich in diesem Jahr nicht wiederholen,
haben sich die Organisatoren gesagt und nun ein neues Konzept
der Öffentlichkeit vorgestellt.
Statt „nur“ einer Gay Pride wollen die Veranstalter diesmal in
die Offensive gehen und lancieren gleich ein ganzes
schwullesbisches Festival. Der Hauptanlass soll wieder die
Parade sein, welche für den 6. Oktober angekündigt wurde, doch
bereits ab dem 30. September und bis zum 7. Oktober sollen in
Belgrad verschiedenste kulturelle und politische Veranstaltungen
durchgeführt werden.
Wie Boban Stojanović, ein Mitglied des Organisationskomitees,
erklärte, orientiere man sich mit dem Festival auch an der
weltweiten Occupy-Bewegung. Man werde die Stadt übernehmen und
deutlich Präsenz zeigen um damit zu symbolisieren, dass die
Stadt auch ihnen gehöre. Die Parade selber wird dann quasi als
Höhepunkt unter dem Slogan „Liebe, Vertrauen, Hoffnung“ stehen.
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