(18.01.10/dom)
In jenen US-Bundesstaaten, in denen die so genannte Homo-Ehe
eingeführt wurde, lassen sich die Hetero-Paare weniger
scheiden, besagt eine neue Studie.
Damit wird das Argument der Gegner der Homo-Ehe schwer
entkräftet, dass die Öffnung der Ehe für
gleichgeschlechtliche Paare die klassische Hetero-Ehe schwächen
würde. Nate Silver heisst der New Yorker Statistiker, der mit
diesen Ergebnissen an die Öffentlichkeit kam.
Zu diesem Resultat kam Silver, als er die offiziellen
Scheidungsraten der USA zwischen 2003 und 2008 analysiert hat. Seine
Ergebnisse sind ebenso überraschend wie verblüffend.
Im US-Bundesstaat Massachusetts etwa, der damals als einziger aller
Bundesstaaten die so genannte Homo-Ehe eingeführt hat, ging der
Anteil der Scheidungen bei Hetero-Ehen um ganze 21 Prozent
zurück. Hingegen nur um sieben bis acht Prozent gingen die
Scheidungen in jenen Staaten zurück, in denen die Homo-Ehe
nicht in der Verfassung erwähnt wird.
Anders sieht es aber in jenen Bundesstaaten aus, welche die Homo-Ehe
explizit per Verfassung verboten haben. Bei diesen nahmen die
Scheidungen sogar um ein Prozent zu. Die grösste Zunahme
erlebte Alaska. Der Nördlichste aller Bundesstaaten hat die Ehe
für gleichgeschlechtliche Paare bereits 1998 verboten. In
Nevada und Arkansas gab es in absoluten Zahlen gerechnet am meisten
Scheidungen. In beiden Staaten ist die Ehe für schwullesbische
Paare verboten. |