(17.04.12/dom)
Er war immer so glücklich, sagen Familie und Freunde über den
14-jährigen Kenneth Weishuhn, doch in seinem Innern sah es ganz
anders aus. Kenneth aus Paullina im US-Bundesstaat Iowa ist
Opfer von Bullying und er nahm sich am vergangenen Samstag das
Leben...
Jene, welche eigentlich ursprünglich seine Freunde waren,
begannen sich plötzlich einzuschalten, erklärte seine Schwester
Kayla, und es seien vor allem die Knaben aus ihrer Klasse gewesen,
welche ihren Bruder aufgrund seiner Homosexualität gemobbt
haben. Viele hätten mitgeholfen, oder hätten einfach Angst
gehabt irgendetwas gegen die Bullies zu unternehmen. Sie haben
ihn online auf Webseiten wie Facebook schikaniert, indem sie
unter anderem eine Hassgruppe gegen Schwule eröffnet haben, und
die Freunde von Kenneth hinzufügten, doch das war offenbar
erst der Anfang.
Bald darauf kamen sogar Morddrohungen auf sein Telefon. Als sie
ihn auf die Anrufe ansprach, habe er sie immer runtergespielt,
erklärte die Mutter, und sie habe daher gedacht, dass alles in
Ordnung sei. Doch es war alles andere als in Ordnung. Am
vergangenen Samstag sah Kenneth Weishuhn keinen anderen Ausweg
mehr und er setzte seinem Leben in der Nacht ein Ende.
Man weiss nicht, wie es ist, wenn man gehasst wird, sagte die
Mutter in einem Interview. Kenneth hat dies auch nicht gewusst,
bis im vergangenen Monat, als er sich bei seinen Freunden als
schwul geoutet hat. Dann ging es los mit dem Bullying.
Die Schule erklärte in einer ersten Stellungnahme, dass solches
Verhalten nicht toleriert werde. Derzeit ist man daran die
Mitschüler von Kenneth psychologisch zu betreuen. Die Polizei
untersucht zudem den Selbstmord um auch an die dafür
Verantwortlichen zu gelangen. Ob die Mutter schlussendlich
Anklage gegen die Täter erheben will, ist noch unklar. Sie
erklärte lediglich, dass sie niemandem sein Leben ruinieren
wolle, oder jemandem einen Sohn oder eine Tochter wegnehmen
möchte. Aber sie wisse einfach schlicht nicht, was es brauche,
damit das aufhöre.
Am Donnerstagmorgen wird Kenneth Weishuhn in der Grace Lutheran
Church in Primghar beerdigt. In Erinnerung an Kenneth bleibt
nicht zuletzt auch dessen Lebensmotto, welches die Familie
öffentlich nannte: "Be Buddies, Not Bullies"
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