(05.02.12/dom)
In der Heimat von Starbucks, Seattle im US-Bundesstaat
Washington, wurde die Debatte rund um Marriage Equality
gestartet: Starbucks hat sich dabei klar für die Öffnung der Ehe
für schwullesbische Paare ausgesprochen und damit den Zorn von
verschiedenen christlichen Organisationen auf sich gezogen.
Weil sich Starbucks öffentlich dafür ausgesprochen hat, dass
Schwule und Lesben ebenfalls die Möglichkeit haben sollen,
heiraten zu können, haben nun zahlreiche, vor allem christliche
Organisation zum Boykott des Kaffee-Riesen aufgerufen. Starbucks
habe sich mit diesem Engagement gegen Gott ausgesprochen,
schrieb "USA Christian Ministries" in einer Pressemitteilung.
Darin rufen sie auch alle Christen und alle Kirchen zum Boykott
von Starbucks auf. Dies sei wichtig, begründen sie die Aktionen,
weil Gott jene segnet, welche ihm gehorchen, und über jene
richtet, welche ihm nicht gehorchen. Die Organisation ruft dazu
auf, dass alle Christen sich diesem Boykott anschliessen sollen.
Der Stein des Anstosses ist, dass sich Starbucks zur Öffnung der
Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ausgesprochen hat. Der
Konzern hat seinen Hauptsitz in Seattle im US-Bundesstaat
Washington und dort wird derzeit über eben dieses Thema
abgestimmt. So hat sich der Senat vor wenigen Tagen für Marriage
Equality ausgesprochen (gay.ch berichtete). Weshalb sich die
christlichen Organisationen nur auf Starbucks eingeschossen
haben hinterlässt allerdings ein grosses Fragezeichen, denn auch
weitere Grosskonzerne wie Microsoft und Google haben sich für
dieses Anliegen ausgesprochen, so wie sich bereits im November
2011 zahlreiche, weltweittätige Grossfirmen gegen DOMA
ausgesprochen haben (gay.ch
berichtete).
Statt zum Boykott rufen wir daher zum Support auf: Danke
Starbucks!
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