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USA/VATIKAN: Papst rügt die katholischen Nonnen in den USA
family image(20.04.12/dom) Schräge Einstellung: Der Vatikan rügt eine katholische Gruppierung in den USA, welche aus 55'000 katholischen Nonnen besteht, dass sie sich zu sehr für soziale Gerechtigkeit und Armut einsetzen, statt dass sie sich lautstark gegen die Homo-Ehe wehren...

In einer Erläuterung im Zusammenhang mit der „Leadership Conference of Women Religious (LCWR)“ rügt der Vatikan die katholischen Nonnen in den USA, welche sich in der Umbrella Group organisieren, dass sie sich zu wenig offensiv und lautstark gegen Themen einsetze, welche nicht im Sinn der katholischen Kirche seien. Dabei nannte der Vatikan unter anderem Abtreibungen, die Priesterweihe für Frauen und natürlich die sogenannte Homo-Ehe. Dabei lobte Rom zwar das Engagement und die gute Arbeit der Nonnen am LCWR in Bezug auf die soziale Gerechtigkeit in Harmonie mit der sozialen Doktrin der Kirche, doch man habe über das Recht zu Leben geschwiegen, zudem sei die kirchliche Sicht in Bezug auf das Familienleben und die menschliche Sexualität nicht auf der Agenda des LCWR aufgetaucht. Die öffentliche Erklärung des LCWR habe zudem gegenteilige Positionen beinhaltet, als die, welche die Bischöfe in Bezug auf Glauben und Moral unterstützen.

Überrascht über die scharfe Kritik aus dem Vatikan zeigten sich laut der New York Times die Nonnen der „Umbrella Group“. Die Leiterinnen der Gruppe seien am Mittwoch im Vatikan gewesen, erklärte Schwester Sanders gegenüber der Zeitung, und dort seien sie über die überraschende Untersuchung informiert worden. Man habe geglaubt, dass die Reise nach Rom im üblichen Rahmen stattfinden werde, als Routinebesuch, doch sie hätten dort erfahren, dass die Untersuchungen gegen sie bereits seit 2008 am Laufen sind. Gleich klingt es von Schwester Simone Campbell, der Leiterin von Network, einer katholischen Lobbygruppierung für soziale Gerechtigkeit, welche von Nonnen gegründet wurde. Auch ihre Gruppierung sei im Bericht über LCWR aufgetaucht, und auch sie seien kritisiert worden, dass sie ihre Arbeit zu sehr auf die Armut und die wirtschaftliche Gerechtigkeit fokussieren, während sie über Themen wie Abtreibung und die gleichgeschlechtliche Ehe schweigen würden.
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