(20.09.10/dom)
Am Freitag hat der deutsche Aussenminister und Vize-Kanzler
Guido Westerwelle völlig überraschend und im sehr engen
Familienkreis seinen langjährigen Lebenspartner Michael Mronz
geheiratet (gay.ch berichtete) -
einem Parteimitglied ging das Ganze nun aber zu weit und er gab
seinen Rücktritt bekannt.
Niemand hat wirklich damit gerechnet, und die Beiden haben
es auch geschafft, das Ganze bis fast bis zum Schluss für sich
zu behalten. Doch am Freitag war es so weit: Der deutsche
Vize-Kanzler und Aussenminister Guido Westerwelle hat in Bonn seinen
Lebenspartner Michael Mronz unter Ausschluss der Öffentlichkeit
und nur im engsten Familienkreis auf dem Standesamt
geheiratet. Sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel, wie auch der
schwule Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit haben den Beiden
gratuliert.
Die Hochzeit war für ein FDP-Parteimitglied in Rottweil, nicht
weit von der Schweizer Grenze entfernt im Bundesland
Baden-Würtemberg gelegen, zu viel des Guten. Wie die "Neue
Rottweiler Zeitung" aus einer eMail von Gerhard Aden am Samstag
mitteilte, möchte er aus der Partei austreten. Mit einer solchen
Vita könne ein deutscher Aussenminister, der auf internationalem
Parkett agieren müsse, nicht erfolgreich sein, erklärte Aden.
Dass "sein" Parteivorsitzender Westerwelle seinen langjährigen
Freund Michael Mronz geheiratet habe, habe ihm endgültig die
Augen geöffnet. Sein persönliches Wohl habe Westerwelle dabei
über das der Bundesrepublik gestellt.
Direkt gegenüber der "Neuen Rottweiler Zeitung" erklärte Gerhard
Aden, seines Zeichens Fraktionssprecher im Rottweiler
Gemeinderat, Mitglied der Kreistagsfraktion und
stellvertretender Kreisvorsitzender der FDP, dass man sich
einmal vorstellen müsse, wie Westerwelle als verheirateter
schwuler Aussenminister Deutschland in Ländern wie Uruguay und
Dubai vertreten wolle. Werde der Aussminister und Vize-Kanzler
seine politischen Ämter niederlegen, dann werde er seinen
Rücktritt aus der Partei nochmals überdenken. |