INTERVIEW: Dane DeHaan

INTERVIEW: Dane DeHaan
Er hatte schon Rollen in „The Amazing Spider-Man 2“ oder in „Lincoln“ und „The Place Beyond The Pines“, doch seine bislang grösste Rolle dürfte sicher jene im Film „Life“ sein. Dort mimt Dane DeHaan nämlich niemand geringeren als James Dean. Im Interview erzählt uns der 29-jährige Amerikaner von seinen Erfahrungen während den Dreharbeiten und was James Dean für ihn bedeutet…

gay.ch: Du hattest einige Bedenken, diese Rolle überhaupt anzunehmen, warum?
Dane DeHaan: Nun, James Dean ist mein Lieblingsschauspieler, ihn also in einem Film zu spielen war schon ein ziemlich furchteinflössend. Ich hatte damals einige Entschuldigungen auf Lager um die Rolle nicht annehmen zu müssen, doch rückblickend hatte ich wohl einfach Angst. Es war also bloss aus Furcht, weshalb ich die Rolle erst abgelehnt habe. Glücklicherweise habe ich aber viele Leute um mich, welche mich unterstützen, und je mehr ich mit ihnen darüber gesprochen habe und je mehr ich auch über den Film nachgedacht habe, desto mehr sah ich auch, was für eine Gelegenheit diese Rolle mir bietet.

Hast Du während den Vorbereitungen auch etwas von James Dean gelernt, was Dich überrascht hat?
Ich wusste nicht sehr viel über ihn, sondern ich schaute seine Filme und bewunderte ihn als Schauspieler, und ich hatte dieses Poster, welches ich von ihm in meinem Zimmer hatte. Dieses fand ich hinter einem Kasten an der Wand, als ich im College war – es muss noch aus der Zeit von „East of Eden“ oder so stammen. Ein Student hat dies wohl dort vor 20 Jahren oder so aufgehängt. Es war ein wirklich cooles Poster.  Für mich war er so etwas wie eine Ikone, wie wohl für jeden, und da ich ihn nun besser kennenlernen durfte, gab es so viele Überraschungen für mich. Ich wusste beispielsweise nichts über seine Kindheit, und dass es für ihn damals sehr schwierig war. Ich wusste auch nicht, dass er so hart arbeiten musste, um überhaupt an die Schauspielschule gehen zu können.

Die Probleme, mit welchen James Dean in Bezug auf die Presse konfrontiert war, sind diese mit heute vergleichbar?
Es sind heute sicherlich andere Zeiten, doch ich denke, dass James Dean ein sehr kompliziertes Verhältnis zur Presse hatte. Er war es wohl, der das „Not doing press is cool“-Ding erfunden hat. Er stellte sich auf den Standpunkt: Das Studio hat nichts für mich gemacht, wieso soll ich etwas für die machen. Er haderte damit, Künstler zu sein, aber in einem Business zu arbeiten, und das existiert noch heute. Das andere war sicherlich, dass die Schauspieler damals sicherlich stärker durch die Studios kontrolliert wurden, als heute.

Wie war es übrigens mit Ben Kingsley zu arbeiten?
Er ist grossartig. Ich glaube, es war am zweiten oder dritten Drehtag, als er mich regelrecht in den Film schmiss. Er verkörperte seine Rolle derart gut, und er war so vorbereitet in den Szenen und er hat mich damit so gefordert. Es war das erste Mal, dass ich es wirklich spürte, dass der Film nun realisiert wird. Das andere an Sir Ben war, dass er in den Pausen immer wieder Shakespeare rezitierte (lacht). Sie riefen also „Cut“ und Ben machte weiter mit „All the world is a stage“. Es war grossartig mit Ben zu arbeiten.

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Life Poster

Zum Film: Life

Sie sind weltberühmt, die schwarzweissen Bilder, welche der junge Fotograf Dennis Stock damals im Jahr 1955 vom ebenfalls jungen James Dean machte, und genau um die Entstehungsgeschichte dieser Bilder geht es im Film „Life“. Geradezu ikonografischen Status haben sie erreicht, und sie berühren bis heute…

James Dean war glücklich verlobt, doch mit seinem Ruhm und dem Erfolg in Hollywood kommt er nicht wirklich zurecht. Mit seiner rebellischen Art eckt er zudem auch immer wieder an, hinzu kommt, dass er Indiana und seine Familie immer mehr vermisst. Auch Dennis Stock hat es derzeit nicht einfach. Frisch getrennt von seiner Frau und seinem Sohn, zieht er durch die Partyszene der Filmmetropole. An einem dieser Abenden begegnen sich der Fotograf und der Schauspieler. Stock, völlig fasziniert von James Dean, sieht seine grosse Chance für eine anerkannte Karriere als Fotograf, wenn er denn unkonventionellen Star vor die Linse bekommt. Gemeinsam begeben sich die beiden Aussenseiter auf eine Fotoreise quer durch die USA und im Auftrag des LIFE Magazins, bis sie schliesslich in Deans Heimat Indiana landen…

Genre:
Biopic

Filmlänge:
111min

Regie:
Anton Corbijn

Drehbuch:
Luke Davies

Cast:

Dane DeHaan, Robert Pattinson, Joel Edgerton, Ben Kingsley, uam.

Life Still
Life Still