ISRAEL: Neue Gesetzesentwürfe nach Opfer von Jerusalem Pride benannt

ISRAEL: Neue Gesetzesentwürfe nach Opfer von Jerusalem Pride benannt
Eine ganze Reihe an neuen Gesetzesentwürfen zugunsten der LBGT Community wurden nach Shira Banki benannt. Die 16-Jährige ist Anfangs August an den Folgen der Messerattacke an der Jerusalem Pride gestorben.

Die zivile Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, ein Verbot der so genannten Conversion-Therapien, Bildungsprogramme in Beug auf die Gleichstellung von LBGTs und eine bessere Überwachung von für Hassverbrechen für schuldig befundene Täter, dies alles umfassen die nun vorgestellten Shira Banki-Gesetzesentwürfe. Im Knesset, dem israelischen Parlament, sollen sie schliesslich im Oktober präsentiert werden. Hinter diesen politischen Vorstössen steckt Tzipi Livni von der Zionistischen Union. Die Politikerin war bis Dezember 2014 Justizministerin des Landes und entsprechend Gewicht hat auch ihre Stimme.

Die Gesetzesentwürfe wurden nach Shira Banki benannt: Die 16-Jährige war eines von sechs Opfern bei der Attacke auf die Jerusalem Pride. Der mutmassliche Angreifer Yishai Schlissel, ein ultra-orthodoxer Jude, ging mit einem Messer auf Pride–Teilnehmer los. Shira Banki wurde daraufhin so schwer verletzt, dass sie einige Tage später im Spital ihren schweren Verletzungen erlag. Schlissel wurde erst drei Wochen vor der Tat aus dem Gefängnis entlassen, nachdem er zehn Jahre für eine ähnliche Attacke auf die Gay Pride 2005 absitzen musste.