USA: FBI stuft Orlando nicht als Hassverbrechen ein

USA: FBI stuft Orlando nicht als Hassverbrechen ein
Das FBI, welches bei der Aufklärung in Orlando mitinvolviert ist, deutet an, dass das Attentat auf den Pulse Club kein Hassverbrechen gegen die LGBT-Community gewesen sei. Es gebe keine Hinweise, dass der Attentäter die Lokalität deshalb ausgesucht habe, weil sie LGBT+ sei.

Die Untersuchungen hätten keine Anhaltspunkte hervorgebracht, wonach der Attentäter Omar Mateen den Pulse Club deshalb ausgesucht habe, weil es ein Gay Club ist, liess das FBI während dem Wochenende verlauten. Damit setzten sich die Ermittlungsbehörden massiver Kritik nicht zuletzt auch von diversen LGBT-Organisationen aus, da sie das Attentat nicht als Hassverbrechen einordnen. Beim Attentat im Juni sind insgesamt 49 Menschen getötet und 53 verletzt worden.

Besonders die Organisation Queer Nation New York kritisierte die Aussagen des FBI scharf: Wenn jemand extra zwei Stunden fährt um 49 Personen umzubringen und 53 weitere zu verletzten, dann könne nicht von einer willkürlichen Wahl gesprochen werden. Wenn jemand sich zu einer Organisation zugehörig erklärt, welche dafür bekannt ist, LGBTs, neben viel zu vielen anderen, zu töten, dann ist das auch kein Zufall, dass er einen LGBT-Club als Ziel ausgesucht habe. Man habe schon viel zu viele solche Hassverbrechen erlebt, und man wisse genau, wie ein solches ablaufe, und dieses Attentat auf den Pulse Club sei ganz klar ein Hassverbrechen, führt Queer Nation aus.

Weiter erklärte das FBI die Gerüchte für unhaltbar, wonach der Attentäter selber schwul gewesen sei. Nachdem Attentat meldeten sich verschiedenste Besucher des Clubs, welche behauptet haben, dass sie Omar Mateen schon als Gast in diesem Club erkannt haben wollen. Andere meldeten, dass sie ihn von Chat-Plattformen und Online-Dating-Apps her kennen. Des Weiteren hat sich auch ein angeblicher, ehemaliger Lover von ihm zu Wort gemeldet. Doch sämtliche Ermittlungen auch in den Archiven der Dating Apps haben bislang keine Anhaltspunkte dafür geliefert, dass tatsächlich etwas an diesen Behauptungen dran ist.