Am 13.09. ist das zweite Album "Bomb In A
Birdcage" von A Fine Frenzy erschienen. Wir haben mit der
Sängerin Alison gesprochen. gay.ch: Hallo, ist jetzt dort 13h?
Alison: Nein, ich bin nicht in New York, sondern in L.A. und hier
ist jetzt 10h morgens.
Sag mal, wie oft bist du schon auf den Namen A Fine Frenzy
angesprochen worden?
Der Name A Fine Frenzy entstamm vom Sommernachtstraum von William
Shakespeare....
Nein, nein, ich will ja dass du mal diese Frage NICHT beantworten
musst.
Ach so (lacht)!
Meine Frage ist: Wie oft stellen dir die Journalisten diese Frage?
Jedes Mal!
Ich kann mir schon vorstellen, du drückst auf den Knopf und
antwortest...
Na ja, ich meine, die Antwort ist ja immer die gleiche
letztendlich, aber ich versuche die Frage immer ein bisschen
anders zu beantworten.
Der Titel deiner neuen CD "Bomb In A Birdcage" klingt
gefährlich. Da sind doch bestimmt ein paar Vögel
gestorben, wenn du eine Bombe in den Käfig wirfst...
(lacht) Nein, es gibt weder Tode noch Blut. Das ist eher
symbolisch gemeint. Dieser Ausdruck ist eine Zeile von einem Song
und ich war der Meinung, dass sie zum Album passt. Während
dem Entstehen der neuen CD fühlte ich mich explosiv - im
mentalen und kreative Sinn gemeint.
Die neue Scheibe ist ganz anders heraus gekommen, als das erste
Album, das viel ruhiger war.. War das so geplant oder war das
Ganze ein Prozess?
Beides... Ich wollte dieses Mal etwas anderes machen - Es kam dann
dazu, dass ich inzwischen gelernt habe Gitarre zu spielen. Wenn
man Songs mit der Gitarre schreibt und spielt, dann klingt sie
naturbedingt anders, als mit dem Piano oder Keyboard als
Begleitung.
Wie ist das eigentlich, wenn man z.B. im Auto sitzt und
plötzlich läuft im Radio dein eigener Song?
Mir ist das noch nicht so oft passiert, aber ich muss sagen, das
fühlt sich irgendwie crazy an. Du spitzt die Ohren und sagst:
Sekunde mal, hey das ist ja mein Song! Ja, das ist schon speziell,
ich meine, das ist doch der Traum von jedem Künstler - und
wer etwas anderes sagt, der lügt...
Der Song "Stood Up" hat mir auf deinem
neuen Album am besten gefallen. Erzähle mir was davon...
Der hat dir am besten gefallen? Cool. Der Track entstand in dieser
Zeit, bevor Obama Präsident wurde. Da war so eine Spannung in
der Luft. So etwas wie Angst... Angst? Ja, irgendwie Angst, dass
es dann doch nicht mit Obama klappt. Man wollte zudem nicht
enttäuscht werden... Ich empfand das so, dass während
dieser Vorlaufzeit viel Einheit herrschte, die stetig heranwuchs.
Da wurden immer mehr Flyer und Poster verteilt.
Du bist mit Kate Perry
befreundet?
Ich hab sie an einem Capitol-Event kennen gelernt und dazu kommt,
dass wir einen gemeinsamen Freund haben. Aber das ist nicht so
was, dass ich in die Welt rausposaunen muss, uuuhh... ich kenne
Kate Perry oder so. Ausserdem sehen wir uns selten.
Aber du verfolgst sie auf Twitter...
Ja, tu ich.
Und sie dich?
(Pause)... Gute Frage! Ähm... Weiss ich gar nicht (lacht).
Du warst kürzlich in der Schweiz, wie gefällt dir die
Schweiz?
Als ich von Zürich nach Luzern durch das Landesinnere
gefahren bin, hab ich mir gedacht: Das gibt es ja nicht, wow ist
das schön hier. In Zürich hab ich vor allem das Gebiet
rund um das Kaufleuten gesehen, all die Shops und der See. Aber
auch Luzern war magisch. Wunderschön, die Schweiz ist
wunderschön!
Arbeitest du mit Gays zusammen?
Was meine Arbeit betrifft, nur am Rande, aber ich habe zwei
Kollegen, die Gay sind. Ich will mehr Gay-Friends haben. Mit ihnen
kannst du Girl-Talk machen, hast aber trotzdem einen Mann als
Gesprächspartner. Ich habe auch eine Lesbe in meinem
Bekanntenkreis. Sie ist "amazing", "funny" und
"cool"!
Wohnst du alleine? Ja!
Haustiere?
Ich habe einen Hund.
Und wenn auf Tour bist?
Dann kümmern sich seine Grosseltern um ihn.
Seine Grosseltern?
(lacht) Meine Eltern natürlich. Er ist für mich wie mein
Kind, darum sind meine Eltern seine Grosseltern.
Ich habe gelesen, dass du weder Gurken noch Zwiebel magst. Dann
könnten wir wohl nicht so gut gemeinsam Raclette essen...
Doch, denn ich esse sehr gerne Käse. Ich würde die
Gurken und Zwiebel einfach weg lassen.
Was isst du ausserdem lieber nicht?
Ich esse kaum Fleisch. Besonders Chicken nicht, da schüttelt
es mich. Und roten und grünen Pfeffer mag ich auch nicht.
Das haben dich sicher schon viele gefragt: Ist dein Haar in Natura
rot oder hast du nachgeholfen?
Das, mein lieber, das bleibt mein Geheimnis!