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Brigitte
Oelke spielt im Musical "We Will Rock You" die Killer Queen.
Wir haben uns mit ihr über ihre Rolle, ihren Bezug zu Queen
und über den Eurovision Song Contest unterhalten.
Wieso hast du dich gerade für die Rolle der
Killer Queen beworben?
ZueRst war ich skeptisch, weil ich Queen-Fan bin. Ihre
Musik ist mir heilig. Dann habe ich aber das Musical in
London gesehen. Ich war total berührt, fühlte mich wieder
als Tennie und dachte mir: Wow, das hätte Freddie sicher
gefallen. So hätte er es gewollt. Die Killer Queen hab ich
super gefunden. Ich wusste sofort, das ist MEINE Rolle!
Du bist Queen-Fan. Wie war es für dich, beim
Vorsingen plötzlich vor Roger Taylor und Brian May zu
stehen?
Sie kamen erst bei der dritten Runde vom Casting dazu,
wo alles auf Kameras aufgenommen wurde, um später damit die
Leute zusammenzustellen. Äusserlich war ich ja schon mit
entsprechenden Kleidern vorbereitet. Ich ging vorher extra
noch zum Coiffeur (grinst). Aber ale es soweit war, hatte
ich gar keine Zeit mehr nervös zu sein. Es ging alles
ziemlich schnell. Als ich dann aber am Vortragen war, schoss
mir schon durch den Kopf: Cool, die sitzten jetzt einfach da
vor mir...
Wie gehst du damit um, als Fan, plötzlich
Queen-Songs zu singen?
Wenn man Musik singt, von der man voll Fan ist, dann
muss man diesem Sound gerecht werden. Meine männlichen
Kollegen haben es da schon etwas schwieriger, weil sie
direkt mit Freddie verglichen werden. Als Teenie wollte ich
Freddie heiraten. Brian May hat mir gesagt: he would have
loved you (grinst).
Wie lange brauchst du in der Maske, bis du
die Killer Queen bist?
Fünfzig Minuten täglich.
Du spielst sechs Mal pro Woche: Wird dein
Job da nicht zur Routine?
Wenn man so oft das Gleiche singt, dann kommt so eine
Routine automatisch. Das ist auch positiv gemeint. Man ist
ja nicht jeden Tag gleich gut drauf. In solchen Momenten ist
die Routine hilfreich.
Du hast in zahlreichen Rock- und
Pop-Projekten mitgewirkt, unter anderem zusammen mit Joy
Fleming in der Formation Lesley, Joy & Brigitte, die bei der
deutschen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest 2001
als Schweizer Beitrag mit der Single "Power of Trust" den
zweiten Platz belegte. Fieberst du heute noch beim
Eurovision mit?
Ich verfolge den Eurovision Song Contest seit meiner
Kindheit. Früher stand ich mit dem Kassettenrekorder vor dem
TV und nahm die Songs auf.
Momentan arbeitest du zusammen mit dem
Gitarristen Frank Rohles an deinem ersten Solo-Album...
Leider ist die CD noch nicht fertig. Das Aufnahmestudio
ist in Köln. Ich hoffe diese Jahr fertig zu werden. Ich
hoffe, dass ich in der Sommerpause etwas mehr Zeit dazu
habe. (lp) |