Claudia D'Addio (Music Star / Six4One)
Interview im Sitzungszimmer der Plattenfirma
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Der Titel des letztjährigen Beitrages der Schweiz am Eurovision Song Contest, "Cool Vibes", passt als Wortspiel für Claudia bestens. Die coole Powerfrau mit den südländischen Vibes fliegt dieses Jahr für die Schweiz nach Athen. Wir haben sie getroffen.

Natürlich freut sich die Secondo-Frau schon sehr auf den grossen Auftritt in Athen. Aber eigentlich ist sie schon viel weiter: "Ich arbeite an meiner ersten, eigenen Single und am ersten Album."

Eins nach dem anderen: Am 20. Mai steigt das grosse Finale vom Eurovision Song Contest. Für die Schweiz ist dieses Mal eine Gruppe dabei, die für diesen Abend zusammen gestellt wurde: Six4One. Das Konzept: Sechs individuelle Sängerinnen und Sänger aus verschiedene Nationen singen zusammen.

Wie bist du zu Six4One gekommen?
Nachdem der Song von Ralph Siegel ausgewählt wurde, fragte das Schweizer Fernsehen ob ich mitmachen möchte. Das hat mich sehr gefreut.

Wie laufen die Vorbereitungen?
Super. Wir kommen alle gut miteinander aus, waren schon ein paar Mal im Studio und haben einen Clip in Athen aufgenommen. Das war schon Eurovision-Stimmung hoch drei. Es ist schon spannend, wenn man auf einmal mit Andreas von Alcazar in einer Gruppe ist. Noch vor ein paar Jahren war "Crying At The Discotheque" der Soundtrack meiner Ferien in Italien. So etwas hätte ich mir nicht mal erträumen lassen!

Wann fliegt ihr nach Athen?
Wir sind schon eine Woche vorher da.

Bist du nicht enttäuscht, dass du damals Music Star nicht gewonnen hast?
Im Gegenteil. An diesem Abend sagte ich noch zu Salome sie sollen doch bitte gewinnen (lacht). Ich dachte zum Beispiel daran, dass ich am nächsten Morgen bereits um fünf das erste Fotoshooting hätte absolvieren müssen und so.

Wenn man den Music Star gewinnt, da ist man so schnell unten, wie man oben war. Man hat gar keine Zeit zu realisieren, was überhaupt alles abgeht. Für mich war es eine tolle Erfahrung und dadurch entstanden neue Kontakte.

Und so hat sich auch die Eurovisionstüre aufgemacht ….
Genau. Nun geht es eine Stufe weiter nach oben. Music Star war für mich ein Anfang. Die Eurovision ist für mich ein weiterer Schritt nach oben. Es geht um eine internationale Bühne. Ich freue mich drauf.

Music Star, Eurovision … Gibt es darauf nicht auch kritische Reaktionen?
Natürlich. Ich schwimme gerne gegen den Strom und gehe mein Weg nach dem Motto "no risk, no fun." Wichtig ist, was man daraus macht. Ich sammle Erfahrungen und Connections. Vor meinen Augen habe ich vorallem das Ziel, etwas Eigenes zu machen. Solo. Im Frühling kommt meine erste Single heraus …

Und wie wird sie klingen?
Eine Mischung aus Pop, Rock und Soul, mit einem mediterranen Einschlag.

Schreibst du auch eigene Songs?
Ich arbeite dran. Die besten Ideen kommen unverhofft. Zum Beispiel unter der Dusche, oder wenn ich schon am Einschlafen bin.

Zwischendurch klinkt sich der Manager von Claudia in das Gespräch ein und wir sprechen über die grosse Passion, welche Gays für die Eurovision haben. Claudia freut sich: "Mit Lesben und Schwulen hab ich die besten Partys. Meine Tänzer sind alle schwul. Manchmal muss ich mich sogar wehren, damit ich nicht in den Hintergrund rücke", lacht Claudia. (lp)