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(08.10.11/lp)
Example ist der neue Shooting-Star in England. Mit seinem
sexy Mix aus Dance und Hip Hop hat er in England längst eine
treue Fangemeinde. Wir haben mit dem Briten am Telefon
gesprochen.
Sein Flug hatte eine Stunde Verspätung. Unser telefonisches
Gespräch fand statt, als er gerade zum nächsten Flug
rennen
musste. Trotzdem nahm sich Elliot Gleave, so sein gebürtige
Name, Zeit, uns ein paar Fragen zu beantworten.
(im Hintergrund piepst es) Hi... störe ich gerade?
Nein... Ich bin grad durch die Kontrolle... Moment... (Kannst du
meine Tasche schnell halten?) So, ich bin für dich da, schiess
los!
Du hast ursprünglich Filmregie studiert und parallel Musik
gemacht...
Ja das ist korrekt, aber mit der Musik ging es erst richtig los,
als die Schule fertig war.
Der Clip zu deiner aktuellen Single "The Way You Kiss Me"
wurde in einem Club gedreht. Wie hast du so viel Leute als
Statisten gewinnen können?
Die heutige Technologie hat es möglich gemacht. Da ich über 350
Tausend Followers habe auf Twitter, hab ich da einen Aufruf
gemacht und schwups, hatte ich die Schäfchen beieinander!
Der Clip zum Song "What We Made" hast du in Tschernobyl
gedreht. War das nicht gefährlich, wegen der Radioaktivität?
Nein, wir haben alle Sicherheitsstandards erfüllt und
entsprechende Technologien eingesetzt, also waren wir immer
Safe.
Hat man dich schon mal mit David Guetta verglichen?
Nein, bis jetzt nicht. Nicht nur, dass wir ganz
unterschiedliche Typen sind: Er kommt aus den DJ-Kreisen, ich
aus der Hip-Hop-Ecke - ich finde meine Musik hat mehr Dampf
drauf. Persönlich finde ich seine Musik etwas kitschiger. Ich
finde meine Musik ist cooler und härter.... Und aggressiver...
Ist ja immer Geschmackssache...
Klar doch (lacht)...
Du hast mal in einem Interview gesagt, dass Ke$ha eine Idiotin
ist. Hast du von ihr oder von anderen Personen Reaktionen
bekommen?
Von ihr selber nicht, aber viele Fans waren wirklich,
wirklich verärgert, so nach dem Motto, sie sei doch das grössere
Kaliber als ich und so... Na ja, im Nachhinein muss ich sagen,
dass es nicht so gut war, dass ich es rausgeplappert habe. Ich
hätte es wohl lieber für mich behalten sollen...
Vor rund drei Jahren hast du mal im Fernsehen bei einem
Experiment mitgemacht und da warst als Stand Up Comedian auf
der Bühne zu sehen...
Das war kein leichtes Unterfangen. Ich war schon fast
geschockt, wie schwierig das Ganze war. Auf jeden Fall war
es schwieriger, als ich es mir ausgemalt habe. Na ja, eines ist
sicher: Musik machen liegt mir besser. Und... Ich werde es
bestimmt auch nie wieder machen.
Aha... Ein Mal und nie wieder...
(lacht) Genau: Es bleibt bei diesem Mal!
Dein neues Album "Playing With The Shadows" steht in den
Starlöcher. Liegt dir ein Song darauf besonders am Herzen?
Nein, ich kann emotionell gar keinen Song besonders
favorisieren. Ich meine, die Songs sind für mich wie meine
eigenen Kids, sozusagen. Und jetzt stell dir vor, du hast 12
Kinder... Da hast doch alle genau gleiche gerne. Die Songs sind
alle Kids von mir und ich liebe sie alle auf die gleichen Weise.
Deine musikalischen Anfänge waren vom Hip Hop und Rap geprägt,
heute ist deine Musik jedoch mehr im Gefilde von Electro und
Dance. Ich hab gelesen, dass dir der Hip Hop zu langweilig
geworden ist...
Okay, das wurde ein bisschen banalisiert ausgedrückt. Das
ist nicht so Knall auf Fall gekommen, es war eine Entwicklung
und es hat kein Schlüsselerlebnis dazu gegeben, so nach dem
Motto "So, ab heute mach ich nur noch diesen Style von Musik."
Mit der Zeit hab ich gemerkt, dass mir singen genauso liegt, wie
das Rappen. Tja, und dann, als ich mit Dance Sounds herum
experimentiert habe, habe ich dann festgestellt, dass das
unheimlich viel Spass macht. Also bin ich dran geblieben...
So, dann lass ich dich dann mal weiter rennen, nicht dass
du noch den Anschlussflug verpasst...
Ich renne ja schon (lacht). Vielleicht sieht man sich ja
mal, wenn ich mal bei euch einen Gig habe, Okay?
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