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(04.04.11/lp)
Sängerin und Songwriterin Lea Lu hat Ende März ihr zweites
Album "Colour" herausgebracht. Wir haben uns mit ihr
unterhalten.
Wir haben Lea Lu an einem regnerischen Tag in einem
Restaurant in Zürich getroffen...
Draussen regnet es... Scheinbar schreibst du gerne Lieder, wenn
es regnet. Aus welchem Grund eigentlich?
Wenn es regnet, dann werden die Klänge dumpfer, von den Autos,
von den Leute... In einer solchen Stimmung kann ich besser
in mich gehen.
Dein erstes Album hat die Leitfarben Orange, Hellblau und
Violett, beim neuen Album hingegen hast du dich für die Farbe
Rot entschieden. Weisst du schon, welche Farbe beim nächsten
Album dominieren wird?
Ich entscheide mich jeweils nicht für eine Farbe, sondern
umgekehrt. Jeder Song ergibt für mich ein Bild und da sehe ich
dann die Farben. Vieler meiner neuen Songs sind A-Dur und A-Dur
bedeutet für mich Rot.
Wie bist du dazu gekommen, das neue Album in Polen aufzunehmen?
Der Produzent Roli Mosimann hat sich da ein Studio
installiert. Es war weit weg von allem: Rundherum fast nur Wald,
keine Bar oder sonst was, es hatte schon fast etwas gespenstiges.
Es waren 5 Bandmitglieder, der Produzent und zwei Tontechniker
dabei. Wir haben uns so 8 Tage lang auf die Aufnahmen
konzentriert. Die Songs hatten aber meine Band und ich davor
schon etwas geprobt.
Auf Youtube hab ich eine Flamingopuppe gesehen. Hatte die etwas
mit dem Lied "Tucataca Song" zu tun?
Nein, der Flamingo ist ein Bandmitglied, schon seit einem
halben Jahr. Er ist immer auf der Bühne dabei und heisst von
Stadt zu Stadt anders. Inzwischen sind aber weitere "Tiere" auf
der Bühne, zum Beispiel ein "Disco-Reh"...
Du schreibst unter anderem mit Guillermo Soraya...
Ja, er ist mein bester Freund. Manchmal, wenn ich nicht mehr
weiterkomme, ruf ich an und dann machen wir ein Brainstorming. Er kennt mich und meine persönlichen Geschichten ja
sehr gut, darum funktionieren wir zusammen sehr gut, auch wenn
er musikalisch von einer ganz anderen Ecke kommt, was aber auch
wiederum sehr spannend ist.
Reagiert das Publikum in der Romandie anders, als in der
Deutschschweiz?
Ein bisschen. Ich würde sagen, die in der Romandie können
etwas mehr Begeisterung zeigen. Aber als in der Karibik
aufgetreten bin, da hab ich einen grossen Unterschied gemerkt.
Die Leute sind voll aus sich rausgekommen, haben mich immer
wieder aufgefordert weiter zu singen... Da war es dann wirklich
ganz anders!
Bis jetzt gibt es nur einen Videoclip von "Hawaii"...
Ja, aber wir sind gerade am Clip vom "Tucataca Song"...
Hab ich es mir doch gedacht, dass das die nächste Single
wird...
Ja! Ich habe das Lied mit Guillermo geschrieben. Der Takt "Tucataca,
Tucataca" hatte ich schon, dann bin auf die Idee gekommen, dass
es noch einen "Tucataca"-Boy geben könnte und dann meinte
Guillermo, dass der auf einer "Tucataca-Insel" lebt... Ja, und
so ist das Lied entstanden.
In deiner Biografie steht, dass eine neue Melodie in nur 30
Sekunden vorbeikommt. Was ist, wenn du sie nicht irgendwie
aufnehmen oder speichern kannst?
Dann ist sie weg! Ich habe schon ganz viele Lieder
verloren...
Schon bald sollte deine CD in den Charts einsteigen. Welchen
Platz wünscht du dir?
Ich wünsche mir den fünften Platz.
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