OH LAND
interview in zürich

people image(08.06.11/lp) Die Dänin gilt bei uns noch als Geheimtipp. Ihr Ohrwurm "Sun Of A Gun" könnte ihr jedoch auch hierzulande zum Durchbruch verhelfen. Interview, signierte CDs zu gewinnen!

Foto: (c) Sony Music


Ihr richtiger Name ist Nanna Ĝland Fabricius. Aus dem Mittelnamen Ĝland entstand schliesslich ihr Künstlername Oh Land. Sie war eine Balletttänzerin, musste jedoch wegen einer Rückenverletzung aufhören. Die Sängerin und Songwriterin wohnt in New York, wir haben sie jedoch in Zürich getroffen, als sie auf Promotour für ihr Album war.

Arbeitest du mit Samples?

Ja, so habe ich auch angefangen Musik zu machen. Als ich aufgehört habe Ballett zu tanzen, fing ich an Musik zu machen, konnte aber damals noch kein richtiges Instrument spielen. Also habe ich an meinem Computer Musik aus Samples gebastelt. Ich habe zum Beispiel Geräusche aufgenommen, wie dieses hier (klopft mit einem Löffel gegen ein Glas) und im Computer dann damit Beats erschaffen.

War Pop schon immer die musikalische Richtung, die du einschlagen wolltest?
Für mich stand eine schöne Melodie und ein starker Text schon immer im Vordergrund. Mein erstes Album "Fauna" war sehr experimentell, mit elektronische Soundlandschaften gespickt. Ich versuche stets einen starken Song zu kreieren, mit einer interessanten Produktion, mit etwas, dass du nicht erwartest. In zehn Jahren erinnere ich mich nicht mehr an die Produktion, sondern an den Song selber.

Hast du schon mal daran gedacht, mal einen ABBA-Song zu covern?
Nein, ich mag im Grund keine Cover-Songs. Ich schreibe lieber meine eigenen Songs, Lieder, die mir etwas bedeuten. Aber, wenn du schon fragst... Ich würde in diesem Fall "The Winner Takes It All" wählen.

Mit wem möchtest du mal ein Duett singen?

Mit Laurie Anderson: Sie wurde vor allem durch den Song "Oh Superman" bekannt. Und mit Britney Spears. Ich hab Britney Spears immer geliebt. "Blackout" ist eines meiner Lieblings-Popalben. 

Weshalb bist du nach Brooklyn gezogen?
Ich wurde in den Staaten entdeckt, als ich auf einer Mini-Tour war. Um diese Gelegenheit 100 Prozent wahrnehmen zu können, habe ich meine Koffer gepackt und bin umgezogen.

War es für dich hart nach Amerika umzuziehen?

Klar, es ist immer hart, wenn man umzieht. Es ist aber eine einmalige Chance und die musste ich packen. Aber ich habe daraus gelernt, welches meine wahren Freunde sind. Meine Freunde und meine Familie unterstützen mich sehr. Als ich nach New York umgezogen bin, hab ich niemanden gekannt und es war auch nicht so einfach Leute kennen zu lernen, weil ich immer am Arbeiten war und wenig Freizeit hatte um auszugehen. Meine neuen Freunde sind daher die, mit denen ich arbeite. 

Du hast in Schweden eine Ballettschule absolviert. Musstest du schwedisch lernen?
Ja. Zu Anfang haben sie mich und ich sie nicht verstanden. Aber es war nicht so schwer. Die Wörter sind zum Teil ähnlich, aber die Aussprache ist anders und manchmal ist auch die Grammatik anders. Man kann es in etwa wie Schweizerdeutsch und Hochdeutsch vergleichen. Ich mag eh Sprachen im Allgemeinen.

Möchtest du dich mehr auf den europäischen oder auf den amerikanischen Markt konzentrieren?

Ich versuche beide Märkte abzudecken. In den USA hab ich letztes Jahr bereits sehr viel Promoarbeit gemacht und viele Auftritte gehabt. Zur Zeit widme ich mich das erste Mal dem europäischen Markt... Ich bin auch das erste Mal in der Schweiz. Aber da ich eine Europäerin bin, ist Europa natürlich für mich persönlich wichtig.

Wenn du als Tier wiedergeboren werden könntest, als welches Tier würdest du gerne auf die Welt kommen?
Oh, da gibt es so viele schöne Tiere... Ich würde den Eisbär nehmen, der ist so schön weiss und gross. Und ich finde es so süss, dass er, wenn er auf Jagd geht, die Pfoten vor die Nase hält, damit man seine grosse schwarze Nase nicht sieht. Nur das coolste Tier macht so etwas (lacht).

Dein Hund ist oft bei dir, wenn du auf Reisen bist. Hast du ihn heute dabei?
Nein. Ich gehe heute zurück nach Dänemark und dort wartet er auf mich. Er ist auch wie ein Eisbär, weiss, mit einer schwarzen Nase.

Was fällt dir zu Perez Hilton spontan ein?
Er hat mich von Anfang an unterstützt und meine Clips gepostet. Ich war auch an seiner Geburtstagsparty eingeladen. Er ist ein Guter (lacht).
 

 
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OH LAND

Die 25-jährige Ex-Ballerina Nanna Ĝland Fabricius aus Kopenhagen, nun ansässig im New Yorker Stadtteil Brooklyn, könnte tatsächlich DIE Überraschung des Jahres werden. Von ihrem selber geschriebenen und produzierten Elektro-Pop-Sound sowie den ersten Gigs, ist die internationale Medienwelt auf jeden Fall restlos begeistert. Mit der ersten Singleauskoppelung „Sun Of A Gun“ stellt sie beispielhaft den Ohrwurmcharakter ihrer Songs vor.