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(13.01.2011/lp)
Nicht verpassen: Am Samstag, 15.1. tritt Steven Redant im
AAAH! auf. Gay.ch hat dem Top-DJ ein paar Fragen gestellt.
Einen Star–DJ in der intimen Atmosphäre des AAAH! zu
erleben: Diese Möglichkeit hast Du bereits am kommenden Samstag,
dem 15. Januar! Kein geringerer als Steven Redant aus Barcelona
wird dann in Zürich zu Gast sein – uns immer noch in bester
Erinnerung von der Europride–Jim im Kaufleuten oder von den
Jungle Parties in Lausanne.
MEHR INFOS ZUR PARTY
Bevor du DJ geworden bist, hattest du eine House-Radiosendung
gehabt. Hast diesen Job gekündigt, als es mit dem DJing losging?
Ja, hab ich. Die Sendung war sehr beliebt, die Radiostation
jedoch illegal. Wir mussten sie dauernd zügeln. Ich musste am
Schluss mit der Sendung aufhören, und die Radiostation wurde ein
paar Monate später für immer geschlossen.
In welcher Stadt, wo du bis jetzt noch nicht aufgelegt hast,
würdest du gerne mal als DJ hinterm Pult sein?
Das ist ganz einfach: In jeder Stadt, in welcher ich noch nie
war. Alle Städte haben etwas anderes zu bieten, etwas
einzigartiges, etwas spektakuläres. Sogar die langweiligsten
Städte können dich mit einem fantastischen Club, einem
exklusiven Hotel oder den süssesten Menschen überraschen. Es
gibt immer etwas zu sehen und ich will alles sehen.
Kannst du dir vorstellen eine ähnliche Karriere wie David Guetta
zu machen?
Eine schwierige Frage. Ich denke, er hatte auch Glück und hat
zur richtigen Zeit die richtigen Karten ausgespielt. Eine
ähnliche Karriere würde ich auch gerne machen, aber ich glaube
nicht, dass es so in meinen Karten steht. Ich spiele mehr
Underground und ich habe keine spektakuläre Frau, die im Grunde
genommen die Queen der PR ist.
Welches war genau dein Part in “Discothèque” von Jean Philips?
Wir haben den Song zusammen gemacht. Wir waren gemeinsam im
Studio in Köln und haben angefangen den Track zu basteln. Ich
habe die Vocals eingesungen, welche wir für den Song benötigt
haben – dadurch, dass ich gesungen habe, war es günstiger und es
ging schneller.
Was war der längste DJ-Einsatz, denn du je gemacht hast?
Das waren 12 Stunden, letzten Sommer an einer Ibiza Garden Party
in einer fantastischen Villa auf einem Berg. Alle vom Gay
Clubland waren da: Organisatoren, DJs und Gäste. Sie waren im
Pool, tanzten herum, lagen an der Sonne… Es war einer dieser
magischen Tage, wo einfach alles gestimmt hat. Es war nicht
vorgesehen, dass ich so lange auflege, aber ich hatte einen
solchen Spass, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu spielen.
Hörst du ausserhalb deines Jobs oft House Musik?
Ich sehe es nicht als Job, es war für mich schon immer so. Ich
finde, dass House Musik die beste Musik für die Clubs ist. Ich
hingegen habe keine wirkliche Präferenz, ich höre alles
querbeet: House, Techno, Rock, Chillout, Disco, 80s…
Und welche Chillout-Musik hörst du gerne?
Wie gesagt, ich höre so ziemlich alles. Fürs Chillen kann das
Jazz, Klassik, Ambient, Downtempo oder Dub sein.
Ist dir beim Auflegen mal etwas Schräges passiert?
Das ist schon lange, lange her, als ich an einer Lesbenparty
aufgelegt habe. Die Organisatoren waren meine Freunde und die
schmissen eine coole Party. Mitten in der Nacht kam dann dieses
„truck driving monster girl“ und bat mich, Guns N‘ Roses
aufzulegen. Ich dachte, sie mache einen Witz, also lächelte ich
sie an und sagte „später“. Etwa eine halbe Stunde später kam sie
wieder und fragte das Gleiche. Ich machte ihr klar, dass das
hier eine House Party ist, und dass da kein Guns N‘ Roses
gespielt wird. Sie wurde total wütend, doch ich ignorierte sie
einfach. Als sie zurück zur Tanzfläche ging, beginnt sie mit all
ihren Freunden zu sprechen und sie legten einen Tanzstreik ein,
setzten sich auf den Boden und schrien: „Guns N‘ Roses! Guns N‘
Roses!“. Also legte ich eine Compilation rein, packte meine
Sachen und sagte meiner Kollegin, der Organisatorin, dass sie
mich nicht zu bezahlen brauche. Das war meine schlimmste
Erfahrung überhaupt!
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