t.A.T.u.
interview in zürich am 22.12.05
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(22.12.05/lp) Vor drei Jahren, fast auf den Tag genau, wurden t.A.T.u. von uns interviewt. Lena erzählten uns heute, was sich inzwischen verändert hat.

Im Oktober erschien ihr zweites Album "Dangerous And Moving". Beachtlich ist, dass Grössen wie Dave Steward (Eurythmics), Sting, Trevor Horn und Richard Carpenter (The Carpenters) am neuen Album mitgewirkt haben.

gay.ch: Habt ihr all diese Künstler persönlich getroffen?

Lena: Nein, leider nicht alle. Wir haben an verschiedenen Standorten an den Songs gearbeitet. Sting und Dave Steward haben wir nicht getroffen. Aber wir hoffen, dass wir sie bald mal treffen.

gay.ch: Wie kam es dazu, dass ihr mit ihnen zusammen arbeiten konntet?

Lena: Unsere Plattenfirma hat sie dazu eingeladen.

gay.ch: Wenn du die zwei Alben miteinander vergleichst, was hat sich für dich persönlich geändert?
Lena: Vor allem unsere Sicht der Dinge. Damals waren wir ja so um 16. Heute sind wird 20. Die Songs sind seriöser und erdiger. Wenn man sich auf die Texte achtet, dann versteht man, was ich meine. Wir singen vor allem über die zwischenmenschliche Liebe. Die Menschen sollten netter zueinander sein, mehr Liebe vermitteln. Dann wäre die Welt viel schöner...
 

gay.ch: Nach dem Motto "Make Love Not War"
Lena: Ja genau. Das ist alter Spruch, aber der gilt noch heute.

gay.ch: Was halten die Russen eigentlich davon, dass ihr auch in Englisch singt?

Lena: Ich glaube, einige sind darauf eifersüchtig. Aber Englisch ist eine internationale Sprache. Das russische Album hat zum Teil andere Songs drauf, die auf Russisch gesungen werden und nur für den Markt in unserer Heimat gedacht sind. Als wir aber in Asien und Japan waren, wollten viele wissen, wie sie an die russische Version rankommen...

gay.ch: Man hört ja laufend, dass ihr mit dem lesbischen Image einfach etwas Wind machen wolltet, ihr das gar nicht seit...
Lena: Nun willst du wissen ob wir lesbisch sind oder nicht...

gay.ch: Na ja, ob das ein Marketinggag war und so...

Lena: Erstens: Wir sind sehr gute Freundinnen. Wir sind wie Geschwister. Wir stehen uns sehr, sehr nah! Frauen haben da eh eine andere Art. Wir können uns auch küssen, ohne lesbisch zu sein.
Zweitens: Wir wollten den Gays in Russland helfen. Wir wollten die Leute aufrütteln - egal welche sexuelle Orientierung sie auch haben mögen - und ihnen zeigen dass es okay ist, weil es egal ist, wer wen liebt.