Premiere: Der Zauberer von Oz
Kein anderes Stück ist mehr mit der Queer Ikone Judy Garland verbunden wie The Wizard of Oz - und dies trotz der grossen Kontraste. Auf der einen Seite das schillernde Land Oz, auf der anderen das von vielen Schicksalen geprägte Leben der grossen Hollywood-Schauspielerin und Sängerin. Talent trifft ebenso auf Trauma, wie Technicolor auf Tablettensucht.
Nach "Die kleine Meerjungfrau" hat sich Bastian Kraft für sein neustes Stück dem "Zauberer von Oz" angenommen und damit kehrt er ins Zürcher Schauspielhaus zurück. Dabei geht er der Frage nach, was eigentlich dieses Zuhause ist, welches nicht nur Dorothy, sondern vielleicht auch wir alle suchen.
In Krafts Stück wird das Land Oz von Aussenseiter:innen bewohnt, von queeren Hexen, melancholischen Showgirls, ehrgeizigen Müttern und von Zauberern. Plötzlich beginnen alle, einem Musical gleich, choreografiert zu tanzen, und bereits im nächsten Moment wird all der Kitsch dieses Kinotraums doch von Schmerz durchdrungen.
Der Geist von Judy Garland ist gefangen zwischen Illusion und Realität, und dadurch wird auch die Reise durch das Land Oz zu einem vielschichtigen Traum - hinein in unsere Abgründe und Ängste, die sich unter Euphorie und Lust verbergen. Alles verbunden mit der Hoffnung, dass der Zauberer auch uns geben kann, was uns fehlt.
Das Feel-Good-Märchen für Erwachsene perfekt für die Winterzeit: Das Stück wird bis Anfangs Januar 2027 an verschiedenen Tagen auf der Pfauen-Bühne im Schauspielhaus gezeigt.