USA: Lüge führte zu Besuch der Kinderschutzbehörde bei Ehepaar Buttigieg
Die 24 Stunden bis zu ihrer Rückkehr seien die dunkelsten Stunden seines Lebens gewesen, erklärte der ehemalige US-Transportminister Pete Buttigieg im Nachhinein. Wegen einer falschen Anschuldigung wegen angeblicher Kindsmisshandlung kamen die Behörden beim Ehepaar Pete und Chasten Buttigieg vorbei, und sie trennten die Eltern von ihren Kindern. Dabei brachten sie die beiden vierjährigen Zwillinge zu den Eltern von Chasten, wo sie während 24 Stunden fern von ihren beiden Vätern blieben und durch die Behörden befragt wurden.
Schnell war klar, dass es sich um falsche Anschuldigungen gehandelt hat. Pete und Chasten Buttigieg wollten sich dagegen wehren und zeigten die Frau an, welche sich mit diesen haltlosen Anschuldigungen an die Behörden wandte. Obwohl es diese Vorwürfe waren, welche die Untersuchung auslöste, teilte die die Staatsanwaltschaft nun mit, dass es für die Frau trotzdem keine Konsequenzen haben werde. Man könne der Frau keine kriminelle Handlung nachweisen.
Doch wie konnte es überhaupt soweit kommen: Pete Buttigieg war sich von Anfang an sicher, dass die Tat ein politisch motivierter Schwindel gewesen sei, und auch die Polizisten vor Ort hätten ihm mitgeteilt, dass sie an eine politisch motivierte Tat glauben. Dabei ging auch bei den Behörden einiges schief: So wurde die Anruferin erst sechs Tage, nachdem sie die Anschuldigungen getätigt hat, polizeilich überprüft.
Wäre das bereits am Anfang passiert, wäre es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gar nicht erst zur Befragung der Kinder gekommen. Die Anruferin stammt nämlich aus dem US-Bundesstaat Alabama, war in Indiana nur zu Besuch und kehrte dann wieder nach Hause zurück. Alleine während ihrem Aufenthalt in Indiana gab es drei Polizeieinsätze, darunter auch eine Festnahme wegen Verdacht auf häusliche Gewalt.
Laut der Staatsanwaltschaft leidet die Frau an Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Alkoholproblemen. So soll sie Stimmen gehört haben, die andere nicht hörten und auch unter Grössenwahn leiden. Dies alles mache es unmöglich, ihr eine wissentliche Falschaussage nachzuweisen.
Die Generalstaatsanwaltschaft untersucht nach den Anschuldigungen selber nun auch das Verhalten und die Reaktion der Behörden. Wie Fachexperten für die Washington Post geprüft haben, sollen ein Mangel an Kommunikation und Fehlentscheidungen zu dieser Reaktion der Behörden beigetragen haben. Eine weitere Stellungnahme von der Familie Buttigieg gibt es nicht: Man wolle nur Erklärungen und die Verantwortlichkeiten geprüft haben.