SCHWEIZ: Hitzige Debatte im Zürcher Kantonsrat über Beratung für queere Menschen
Eigentlich war es ein simpler Antrag: Die Fachstelle für Gleichstellung im Kanton Zürich soll zusätzlich 180 Stellenprozent mehr erhalten um damit auch Menschen aus der LGBTI+ Community besser beraten und unterstützen zu können. Im Kantonsrat wurde nun darüber diskutiert, und die Debatte wurde äusserst hitzig geführt.
Als die SVP erklärte, dass viele der Probleme von queeren Menschen nur durch die starke Zuwanderung bestehen würden, löste dies sowohl bei den Politiker:innen der SP, der Grünen und auch bei der AL teils heftige Gegenreaktionen aus. So wurde der SVP etwa vorgeworfen, dass sie queere Menschen für ihre ausländerfeindliche Migrationspolitik instrumentalisieren würden.
Schlussendlich wurden die beantragten 180 zusätzlichen Stellenprozente genehmigt und der Antrag der SVP und der FDP, auf diesen Ausbau zu verzichten, scheiterte mit 74 zu 99 Stimmen. Eine Mehrheit von linksgrün bis hin zur GLP konnte sich durchsetzen. Wie der Regierungsrat mitteilt, sollen die neuen LGBTI+ Beratungen bereits Ende Jahr angeboten werden können, wenn die zusätzlichen Stellenprozent umgesetzt wurden.
Die SVP wiederum sieht es anders und kündigte bereits Widerstand an. Sie wollen dieses Thema während den Budgetberatungen im kommenden Dezember wieder aufgreifen, und gegen die zusätzlichen Stellenprozente ankämpfen.