SCHWEIZ: Kostenlose STI-Tests werden in Zürich zum regulären Angebot

SCHWEIZ: Kostenlose STI-Tests werden in Zürich zum regulären Angebot
Seit 2023 können sich Einwohner:innen der Stadt Zürich bis zum Alter von 25 Jahren, oder mit einem KulturLegi, kostenlos auf sexuell übertragbare Infektionen testen lassen. Dieser Pilotversuch wird ab 2027 ins reguläre Angebot aufgenommen und sogar noch ausgeweitet. Auch weitere Massnahmen für einen noch breiteren Teil der Stadtbevölkerung stehen zudem zur Diskussion.

Am 7. Januar hat der Zürcher Stadtrat entschieden, dass das derzeitig als Pilotversuch aufgegleiste Projekt mit den kostenlosen STI-Tests in ein reguläres Angebot für Einwohner:innen der Stadt Zürich überführt wird. Seit 2023 lief die Projektphase für alle Menschen bis 25 Jahren, oder die einen KulturLegi besitzen. Ab Juni 2027 werden diese kostenlosen Tests dann regulär verfügbar sein und das Angebot wird sogar noch ausgeweitet.

Ab dann können sich Menschen bis zum Alter von neu 30 Jahren, oder wenn sie einen KulturLegi besitzen, auf HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen testen lassen, sofern sie ihren Wohnsitz in der Stadt Zürich haben. Damit soll der Zugang zu Tests und zu Beratungen weiter vereinfacht werden, was dazu beitragen wird, die Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen. Weiter soll damit auch das Bewusstsein über die sexuelle Gesundheit und nicht zuletzt auch die Testbereitschaft gestärkt werden.

Der Verein Sexuelle Gesundheit SeGZ hat das Pilotprojekt zusammen mit den beiden Testzentren Checkpoint Zürich und Test-In umgesetzt. Damit konnte ein wichtiger Beitrag zur Senkung von sexuell übertragbaren Infektionen geleistet werden, erklärt Marco Denoth, der Präsident der SeGZ. Er war es auch, der diese Forderung nach kostenlosen Tests vor acht Jahren im Zürcher Gemeinderat vorgestellt hat.

Das nun reguläre Angebot soll aber noch weiter ausgebaut werden. So durfte der Verein SeGZ nun noch einen neuen Pilotversuch starten, nämlich kostenlose Test- und Beratungsangebote für Männer ab 49 Jahren. Damit soll einerseits die Erstbehandlung in dieser Alterklasse gefördert, aber auch der Zugang zur Impfung von Humanen Papillomaviren (HPV) vereinfacht werden. 

Laut dem Verein SeGZ ist es einfach: Prävention ist nicht teuer, unterlassene Prävention wird aber teuer! Und so erklärt die Geschäftsführerin der SeGZ, Francisca Boenders, dass es das Ziel sei, den Zugang zur Beratung, Testung, Impfung und Behandlung zu vereinfachen.

Hast du Fragen zum Thema HIV, PrEP oder anderen sexuell übertragbaren Infektionen, brauchst Du Informationen oder möchtest Du dich testen lassen?

Auf der Webseite von www.drgay.ch findest Du die wichtigsten Informationen, sowie Adressen zu Testmöglichkeiten.