SPORT: Der Pride Match verlief ziemlich ereignislos

SPORT: Der Pride Match verlief ziemlich ereignislos
Die WM-Partie zwischen dem Iran und Ägypten wurde mit Spannung erwartet, aber nicht in erster Linie wegen dem Fussballspiel an sich, sondern vielmehr wegen den Diskussionen neben dem Spielfeld, denn dieses Spiel wurde bereits im Vorfeld als Pride Match ausgerufen: Die Mannschaften trennten sich 1 zu 1 - und trotz Regenbogenfahnen kam es nicht zum Eklat.

Nun fand das mit Spannung erwartete Spiel also statt - und der von Seattle ausgerufene Pride Match verlief ziemlich ereignislos. Vor dem Stadion verteilten Menschenrechts- und LGBTI+ Organisationen kostenlose Regenbogenfahnen und auch einige der Zuschauer:innen hatten ihre Gesichter in den Pride-Farben geschminkt. Doch trotzdem: Der Iran machte seine Drohungen nicht wahr und brach das Spiel aufgrund der Pride-Fahnen nicht ab, sondern spielte die Partie zu Ende.

Schlussendlich trennten sich die Mannschaften 1 zu 1. Wie es bereits vor dem Spiel klar war, qualifizierte sich Ägypten für den Sechzehntelfinal, und auch für die Iraner wäre dies noch im Bereich des möglichen. Es wäre ein historischer Schritt, wenn der Iran erstmals in seiner Geschichte in die K.o.-Phase einziehen würde.

Vor dem Spiel äusserte sich weder der ägyptische Trainer Hossam Hassan noch der iranische Trainer Amir Ghalenoei zum Thema Pride Match: Beide betonten, dass sie sich nur auf das konzentrieren, was auf dem Spielfeld passiere, und nicht was sonst noch daneben ablaufe.

Bereits bevor die Mannschaften überhaupt ausgelost wurden, riefen die Veranstaltenden des Fussball-WM-Spiels in Seattle das Spiel als Pride Match aus. Als schliesslich Iran und Ägypten für das Spiel ausgelost wurde, war der Eklat vorprogrammiert. Beide Fussballverbände legten Protest bei der FIFA ein, doch diese stellte sich für einmal an die Seite der LGBTI+ Community und liess Regenbogenfahnen im Stadion zu.

In einer Stellungnahme erklärte der Welt-Fussballverband, dass die Weltmeisterschaft ein inklusiver Anlass sei, und dass es im Stadium Code of Conduct festgeschrieben sei, dass Fussballfans Regenbogenfahnen mit ins Stadion bringen dürfen, die für ihre sexuelle Orientierung oder ihre Geschlechtsidentität stehen.