SPORT: Olympia-Medaillen-Rekord für Team LGBTI+ - auch aus der Schweiz

SPORT: Olympia-Medaillen-Rekord für Team LGBTI+ - auch aus der Schweiz
Die Olympischen Spiele in Mailand - Cortina gingen am Sonntag zu Ende und sie wurden für Team LGBTI+ zu den erfolgreichsten Winterspielen in der Geschichte. Noch nie wurden mehr Medaillen gewonnen - und eine Gold- und eine Bronzemedaille ging auch in die Schweiz.

Wären LGBTI+ eine Nation, dann wären sie auf Platz 13 im Medaillenspiegel der diesjährigen Olympischen Spiele gelandet. 19 offen queere Sportler:innen holten nämlich insgesamt 11 Medaillen, so viele wie noch nie zuvor bei Winterspielen. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann, denn dies bedeutet, dass mehr als ein Drittel des Team LGBTI+ erfolgreich war, einen Podestplatz erzielen und sich dabei eine Medaille sichern konnte. Runtergebrochen auf die Medaillen waren es fünf Gold, zwei Silber und vier Bronzen.

Doch auch andere Zahlen sind beeindruckend: Insgesamt 49 Athlet:innen, welche sich offen zur LGBTI+ Community zählen, nahmen in Milano teil. Dies entspricht Platz 19 bei den grössten Kontingenten im Vergleich zu den verschiedenen Staaten. Am meisten Sportler:innen schickten die USA mit 233 gefolgt von Kanada mit 210. Team LGBTI+ besteht zudem aus 14 verschiedenen Nationen, darunter auch der Schweiz.

Und es war auch die Schweiz, welche eine Gold- und eine Bronzemedaille zum Teamerfolg beitrug: Mathilde Gremaud war nämlich in ihrer Disziplin, dem Freestyle Skiing, ganz zuoberst auf dem Podest. Dieses Kunststück ist ihr übrigens auch bereits bei den letzten Olympischen Winterspielen gelungen. Weiter holte die Eishockeyspielerin Laura Zimmermann eine Bronzemedaille. Ihr Team schlug Schweden mit 2 zu 1.

Ebenfalls Gold holten zudem Cayla Barnes, Hilary Knight und Alex Carpenter, welche im Ice Hockey-Team der USA im Einsatz waren. Der Franzose Guillaume Cizeron gewann zudem im Eiskunstlauf, ebenso wie die Amerikanerin Amber Glenn, welche gleich bei ihren ersten Spielen Gold holte. Im Skifahren kam zudem Breezy Johnson ebenfalls auf den ersten Platz - sie war die erste queere Gewinnerin bei den diesjährigen Spielen und sie holte auch die erste Medaille für Team USA.

Silber gab es für Bruce Mouat, dem Curlingspieler aus Grossbritannien, sowie auch für Erin Ambrose, Emily Clark, Brianne Jenner, Emerance Maschmeyer, Marie-Philip Poulin und Laura Stacey. Die Kanadierinnen wurden Zweite im Eishockey, geschlagen nur durch die USA.

Bronze wiederum holte der kanadische Eiskunstläufer Paul Poirier, die niederländische Eisschnellläuferin Tineke den Dulk, sowie die Freestyle Skierin Sandra Naeslund, welche bei den letzten Spielen in Peking bereits Gold gewonnen hat.