STUDIE: Essstörungen sind bei LGBT-Teenagern sehr weit verbreitet

STUDIE: Essstörungen sind bei LGBT-Teenagern sehr weit verbreitet
Über die Hälfte aller schwullesbischen und transgender Jugendlichen weisen Essstörungen auf: Dies die erschreckende Erkenntnis einer neuen Studie. Damit liegt das Risiko bei LGBT-Teenagern unter einer Essstörung zu leiden um das 11-fache höher als heterosexuelle Teenager. Auch die Suizidgefahr ist bei diesen Jugendlichen um ein Vielfaches höher...

Die Organisationen The Trevor Project, die National Eating Disorders Association und das Reasons Eating Disorder Center haben die neuste Studie über Essstörungen bei LGBT-Jugendlichen durchgeführt und dazu 1305 Jugendliche im Alter zwischen 13 und 24 Jahren, welche sich selber als LGBTQ bezeichnen, befragt.

Dabei fanden sie heraus, dass 54 Prozent der Teilnehmer erklärten, dass bei ihnen bereits eine Essstörung diagnostiziert wurde. Bei heterosexuellen Jugendlichen liegt dieser Wert bei 5 Prozent. Trans-Jugendliche, welche sich als heterosexuell bezeichnen wiesen dabei den höchsten Wert auf, und zwar mit 71 Prozent.

Die Autoren der Studie haben dazu auch noch einen Bezug zwischen Essstörungen und Suizid gemacht, und auch da ergab sich ein eindeutiges Bild. 58 Prozent jener Teenager, welche unter einer Essstörung leiden, haben zudem angeben, dass sie auch schon einen Selbstmord in Betracht gezogen haben.

Schon frühere Studien sind zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. So zeigte eine Untersuchung aus dem Jahr 2016, welche Daten von Jugendlichen aus den Jahren 1999 bis 2013 ausgewertet hat, dass etwa schwule Männer fünfmal häufiger zu Diätpillen greifen als gleichaltrige Heteros.

Dass Essstörungen bei LGBTs besonders verbreitet sind, haben auch schon Prominente öffentlich thematisiert, um dieses noch immer bestehende Tabu zu brechen. So haben etwa Portia de Rossi, Ehefrau von Ellen DeGeneres, und Olly Alexander, Frontmann von Years & Years, selber schon öffentlich gemacht, dass sie darunter gelitten haben.