THAILAND: Mann wegen expliziten Onlineinhalten und Drogen verhaftet
Der Paragraph im Strafgesetz wird zwar nur selten tatsächlich durchgesetzt, doch das Herstellen und Verbreiten von obszönen Inhalten zu kommerziellen Zwecken, wie etwa Pornografie, gilt in Thailand als Straftat und kann mit Haft- und Geldstrafen geahndet werden. Dies wurde nun einem 30-jährigen Mann aus Südkorea, der sich online „Louis Kim“ nennt, zum Verhängnis.
Wie die Behörden mitteilen, wurde der Mann im Rahmen einer koordinierten Aktion gegen Online-Straftaten und internationale Kriminalität in Pattaya verhaftet. Ihm wurde vorgeworfen, dass er obszöne und unangebrachte Inhalte auf Social Media-Plattformen hochgeladen haben soll. Dies gestand er gegenüber der Polizei auch ein. Bereits im Mai sorgte der selbe Mann in Thailand für Empörung, als er live sexuelle Handlungen online übertragen hat.
Bei der anschliessenden Hausdurchsuchung wurden beim Mann auch noch grössere Mengen am Drogen festgestellt, so Ecstasy, Ketamin und Methamphetamin. Nun werden die Ermittlungen diesbezüglich ausgedehnt, um festzustellen, ob der Tatverdächtige Teil eines grösseren Netzwerks von Drogenhändlern ist und woher er die gefundenen Drogen bezogen hat.
Wie die Polizei mitteilt, wurde der Südkoreaner angeklagt, weil er obszöne Inhalte verbreitet hat und weil er solche Inhalte in einem öffentlich zugänglichen Netzwerk hochgeladen hat, einer Social Media-Plattform. Hinzukommen Anklagen wegen Verstoss gegen das Betäubungsmittelgesetz. Dabei wurde ihm der Besitz von Drogen der Kategorie 1 und 2 vorgeworfen, und aufgrund der Menge gehen die Ermittler auch von Verkaufsabsichten aus.
Dem Mann drohen nun bis zu drei Jahre Haft und eine Geldstrafe von 60‘000 Baht, rund 1’460 Schweizer Franken, wegen dem Verstoss gegen die sogenannten Pornografiegesetze. Für die Drogendelikte können gar bis zu 20 Jahre Haft und 2 Millionen Baht Strafe anfallen. Dies sind umgerechnet rund 48‘610 Schweizer Franken.