UK: Brand in gut besuchtem Gay Club - Verhaftung wegen Verdacht auf Brandstiftung
Das Pink Punters in Milton Keynes, zwischen London und Birmingham gelegen, ist einer von nur sehr wenigen Treffpunkten für die LGBTI+ Community in der Region. In der Nacht auf Sonntag ist im Obergeschoss des Lokals auf einem Balkon ein Feuer ausgebrochen. Die Hunderten von Gäste des zu diesem Zeitpunkt gut besuchten Clubs wurden durch das Personal und die Security umgehend evakuiert. Obwohl der Brand ein enormes Ausmass annahm, gab es keine Verletzten.
Das Feuer brach demnach kurz nach 2 Uhr morgens aus. Die Feuerwehr war zeitweise mit zwölf Löschfahrzeugen vor Ort. Videos, die in den Sozialen Medien geteilt wurden, zeigen, wie schnell sich das Feuer ausgebreitet hat und rasch den gesamten Dachstock erfasst haben. Strassen mussten gesperrt werden und die Löscharbeiten dauerten die ganze Nacht an. Bei Tageslicht zeigte sich das gesamte Ausmass: Der Club ist praktisch vollständig zerstört.
Laut den Ermittlungen deutete vieles auf Brandstiftung hin und bereits kurze Zeit später konnte ein Tatverdächtiger verhaftet werden. Es handelt sich dabei um einen 51-jährigen Mann aus Milton Keynes selber. Er befindet sich derzeit in Untersuchungshaft und die Ermittlungen dauern weiter an. Die Polizei rief mögliche Augenzeugen auf, sich zu melden, und forderte gleichzeitig die Öffentlichkeit auf, von Spekulationen über ein mögliches Tatmotiv abzusehen. Es sei noch zu früh ein Motiv zu nennen.
Gegenüber der Presse lobte die Polizei, wie das Personal des Clubs gehandelt habe. Dies sei ein Grossbrand gewesen und eine Vielzahl an Menschen hätten evakuiert werden müssen. Durch die schnelle Reaktion und das besonnene Handeln sei die Evakuierung aller Anwesenden möglich gewesen und es habe glücklicherweise keine Verletzten gegeben.
Während mehr als zwei Jahrzehnten war der Club Pink Punters eine wahre Institution und ein Safe Space für die LGBTI+ Community weit über Milton Keynes hinaus. Viele Einwohner:innen der Stadt zeigten sich bestürzt über den Brand und sprachen von einem enormen Verlust für die Community. Doch es sei nicht nur der Verlust eines Gebäudes, sondern auch ein Angriff auf einen von nur wenigen queeren Treffpunkten in der Umgebung.
Clubbesitzer Frank McMahon zeigte sich schockiert über den Brand: Er sei untröstlich, und einzig erleichtert, dass niemand beim Brand zu Schaden gekommen ist. Das Gebäude sei zwar zerstört, aber die Community, die Erinnerung und der Geist des Pink Punters werden bleiben. Zudem überraschte er mit der Ankündigung, dass das Pink Punters zurückkehren werde.