UK: Premierminister wird wegen Prides verklagt
Keir Starmer sieht sich mit einer Klage der christlichen Wohltätigkeitsorganisation The Christian Institute konfrontiert. Sie wollen damit erreichen, dass Beamte und Regierungsmitarbeitende künftig nicht mehr in offizieller "Civil Service Pride"-Uniform an den Prides im Land teilnehmen, und diese Teilnahme auch nicht mehr als Arbeitszeit anrechnen dürfen.
Diese Praxis verstosse gegen die Unparteilichkeit im öffentlichen Dienst, argumentiert die Organisation, und werde durch Steuergelder bezahlt. Das Gesetz sei diesbezüglich eindeutig und verlange, dass Beamte bei kontroversen politischen Themen ihre Neutralität wahren müssen.
Beamte im öffentlichen Dienst dürfen jeweils mit T-Shirts mit der Aufschrift Civil Service Pride und mit Bannern an den Pride-Paraden mitlaufen, um für Diversität und Inklusion im öffentlichen Dienst, in den Behörden und in der Regierung einzustehen.
Simon Calvert, stellvertretender Direktor des Christian Institute erklärte in einer Stellungnahme, dass die LGBTI+ Pride-Bewegung und ihre kompromisslose Gender-Ideologie zutiefst politsch seien. So seien bei der London Pride sogar politische Parteien ausgeschlossen worden, welche die politischen Forderungen nach Pubertätsblockern und über Geschlechtsidentitäten nicht unterstützen. Damit werde nicht jene Neutralität vermittelt, welche Steuerzahler von Beamten erwarten dürfen, so Calvert weiter.
Damit nimmt das Christian Institute Bezug auf eine Entscheidung der London Pride im vergangenen Jahr. Demnach forderten die Veranstaltenden eindeutige Solidarität von den Parteien mit der trans Community, nachdem das Oberste Gericht des Landes im April geurteilt hat, dass künftig nur noch das biologische Geschlecht einer Person ausschlaggebend ist, auch bei trans Menschen.
Weiter stört sich Calvert auch daran, dass die Regierung und die Behörden über ihren offiziellen Social Media-Kanälen ihre Mitarbeitenden mit Bildern und Posts feiern, wenn sie an der Pride mitlaufen. Dies sei keineswegs unparteiisch.