WIRTSCHAFT: Drag und Umweltaktivistin Pattie Gonia äussert sich zur Klage von Patagonia
Zwar stehe auf dem Papier 1 US-Dollar, doch es kommen noch Gerichts- und Anwaltskosten, Gebühren und vieles mehr dazu, so Pattie Gonia. Dieses Geld, Tausende von Dollar, würde man besser in neue Umweltprojekte anstelle von Rechtsstreitigkeiten stecken. Damit fordert Pattie Gonia das Outdoor-Label auf, die Klage zurückzuziehen.
Es handle sich dabei nicht um ein Problem mit dem Markenrecht, sondern es gehe um eine Firma, die eine Aktivistin auslöschen wolle, erklärt die Drag Queen weiter. So gehen Unternehmen gegen Einzelpersonen vor, welche nicht die gleichen Ressourcen zur Verfügung haben. Und sie fragt: Wenn Patagonia wirtschafte um den Planeten zu schützen, weshalb verklagen sie dann ausgerechnet eine Klima-Aktivistin?"
Von Patagonia heisst es, dass man in den vergangenen Jahren versucht habe, mit Pattie Gonia eine Einigung zu erzielen, doch dies sei nicht gelungen. Es gehe ihnen dabei weder um einen finanziellen Gewinn, noch möchten sie die Identität von jemandem herausfordern, oder jemandem das Recht auf Aktivismus, Protest oder sich ausdrücken zu wollen absprechen. Es sei das letzte, was sie anstrebten, einen Rechtsstreit mit jemandem zu führen, der die selben Werte wie sie vertreten, heisst es von Patagonia weiter.
Das Aufsehen, welches die Klage erzielt, zieht derweil immer weitere Kreise und auch Celebrities, darunter etwa Margaret Cho, haben sich bereits an die Seite von Pattie Gonia gestellt. Cho ruft dabei gar zu einem Boykott von Patagonia auf.
Pattie Gonia setzt sich mit viel Engagement für den Umweltschutz und die Rechte von queeren Menschen ein und dies mit zunehmend grossem Erfolg. Als es um die Rechte der trans Community ging, enthüllte ihre Team im Mai des letzten Jahres eine riesige trans Fahne am berühmten Felsen des El Capitan im Yosemite National Park. Damit demonstrierte sie gegen die von der Regierung Trump veranlasste "Auslöschung der trans Community". Im vergangenen Dezember absolvierte sie zudem den 100-Mile-Trek in "Vollmontur" und sammelte so mehr als eine Million US-Dollar für Umweltorganisationen und für Diversity.