Wie queer ist die Eurovision-Host City 2027?

Nicht die Hauptstadt Sofia wurde von Bulgarien als Austragungsort für den Eurovision 2027 auserkoren sondern Burgas: Doch wie queer ist die Hafenstadt am Schwarzen Meer?

Bulgarien ist äusserst konservativ und durch die Politik werden oftmals offen LGBTI+ Feindlichkeiten geschürt. So gibt es unter anderem auch ein Anti-LGBTI+ Propagandagesetz nach russischem Vorbild. Dass nun Burgas statt der Hauptstadt Sofia als Host City für den Eurovision 2027 ausgesucht wurde, macht die Sache nochmals viel schwieriger.

Während es in Sofia zumindest einige queere Clubs und Bars, sowie eine Pride mit rund 10‘000 Teilnehmenden gibt, so kam es bei Versuchen, ähnliche Events in Burgas zu organisieren, zu Drohungen und Übergriffen von nationalistischen und Rechtsaussen-Gruppierungen.

Schon das Zeigen von Pride- und LGBTI+ Symbolen kann zu bösen Blicken oder gar Anfeindungen führen. Physische Gewalt ist zwar selten, doch die Ablehnung ist spürbar und Vorsicht ist geboten. Wie dies mit der Durchführung des Eurovision zu vereinen ist, muss sich weisen.

Der Eurovision-Halbfinale findet am 11. und 13. Mai statt, sowie das Finale am 15. Mai 2027. Es ist das erste Mal überhaupt, dass der Contest in Bulgarien stattfindet. Möglich machte dies der Sieg von Dara mit ihrem Song Bangaranga.

Wie queer ist die Eurovision-Host City 2027?