TRAVEL: Das bekannteste LGBTI+ Reiseziel in Mexiko versinkt in Gewalt und Chaos

TRAVEL: Das bekannteste LGBTI+ Reiseziel in Mexiko versinkt in Gewalt und Chaos
In den vergangenen Jahren hat sich Puerto Vallarta zu einer der beliebtesten Reisedestinationen für queere Tourist:innen in Lateinamerika gemausert. Traumhafte Strände, bekannte Partys und zahlreiche LGBTI+ Hotels, Clubs und Bars. Doch nun versinkt die Stadt in Gewalt und Chaos. Flüge wurden abgesagt, Rauchsäulen steigen auf und Menschen bringen sich in Sicherheit.

Schöne Strände mit scheinbar unendlich vielen Sonnenstunden und ein aufregendes Nachtleben: Puerto Vallarta wurde innerhalb der vergangenen Jahren zu einer der beliebtesten Reisedestinationen für LGBTI+ in ganz Lateinamerika. Im Gegensatz zu anderen Orten im Land, wurde die Stadt auch immer als relativ sicher angesehen und zeigte sich auch sehr offen gegenüber den queerem Tourist:innen, wie schon die Regenbogenfahnen entlang der Uferpromenade Malecón jeweils zeigen.

Von Strandpartys bis hin zu Pride-Feierlichkeiten: Gerade liefen die Vorbereitungen für die Saison 2026, doch diese werden nun überschattet von massiven Gewaltausbrüchen. Nachdem die Behörden den zweithöchsten Kartellboss des Landes während einer Militäroperation getötet haben, reagierte das Kartell mit Anschlägen und sie legten Brände in der Stadt, zudem wurden auch Strassen blockiert, sowie Busse und Tankstellen in die Luft gesprengt. Rauchsäulen steigen auf und Helikopter kreisen über der Stadt. Der Flughafen wurde geschlossen und zahlreiche Airlines haben ihre Flüge nach Puerto Vallarta eingestellt. Auch andere Städte sind von den Gewaltausbrüchen betroffen.

Laut Angaben der Behörden, sollen es die Kartelle nicht auf Tourist:innen abgesehen haben. So gilt derzeit die Anweisung, dass Besucher:innen in ihren Unterkünften bleiben und von nicht zwingend notwendigen Reisen auch innerhalb der Stadt absehen sollen. Zudem sollen sie offene Strassen und den Flughafen, sowie Gebiete mit Unruhen meiden. Länder wie die USA und Kanada haben Sicherheitswarnungen für Mexiko erlassen.

Dass die Kartelle auch in Puerto Vallarta präsent sind, ist bekannt, doch im Gegensatz zu anderen Landesteilen operieren sie hier eher im versteckten ohne dass Tourist:innen dies mitbekommen. Die aktuellen Gewaltausbrüche werden von den Behörden als eine klassische Machtdemonstration der Kartelle angesehen. Zudem beschränke sich die Gewalt auf Kämpfe zwischen dem Kartell und den Sicherheitskräften, und es sei eine Vergeltungsaktion für den Tod des Kartellbosses.

Für Tourist:innen gilt derzeit, die Anweisungen der Behörden zu befolgen, sowie die Sicherheitshinweise der ausländischen Botschaften zu lesen. Auch das Hotelpersonal kann dabei helfen an die nötigen Informationen zu kommen.