TRAVEL: Mittelmeer-Gay Cruise durfte auch in Ägypten nicht anlegen
Bereits kurz bevor die Gay Cruise anfangs Juli in Athen gestartet ist, war bekannt, dass die Route geändert werden muss. Die Türkei erteilte dem Kreuzfahrtschiff Scarlett Lady von Virgin Voyages keine Erlaubnis in ihren Häfen anzulegen. Auf dem Programm standen eigentlich Kuşadası südlich von Izmir, und danach Istanbul. Die Behörden nannten die moralischen Standards als Gründe, sowie die Unterstützung der traditionellen Familienwerte.
Der Veranstalter Atlantis Events gab darauf bekannt, dass man stattdessen nun in Alexandria in Ägypten anlegen werde. Dazu biete man den Passagieren einen Ausflug nach Kairo an um die Pyramiden und das neue Ägyptische Museum zu besuchen. Nun wurde das Schiff aber auch dort abgewiesen und es wurde dem Schiff verweigert, in ägyptische Gewässer zu fahren. Die Bewilligung sei ihnen nur wenige Stunden vor der geplanten Ankunft entzogen worden. Gründe für die Ablehnung wurden von den ägyptischen Behörden noch nicht genannt.
Man setze alles daran, den Passagieren eine unvergessliche Reise zu bieten, so Atlantis Events. Man habe nun erneut eine alternative Route ausgearbeitet: Nun soll stattdessen Kotor in Montenegro angesteuert werden. Man sei äusserst enttäuscht, denn man habe im vergangenen Jahr eine ähnliche Route problemlos durchführen können.
Man sei zudem sehr beunruhigt, wenn Länder zu entscheiden beginnen, welche Tourist:innen einreisen dürfen und welche nicht, heisst es vom Veranstalter weiter. In den 36 Jahren, in welcher man solche Cruises durchführe, sei dies nun das erste Mal passiert, dass man aufgrund der Identität der Gäste von einem Land abgewiesen werde.
An Bord des Schiffs befinden sich rund 2‘000 Passagiere, mit einer Mehrheit aus den USA, Grossbritannien, Kanada und Australien. Die Cruise führt von Athen bis Venedig und hatte verschiedenste Stopps im östlichen Mittelmeer auf dem Programm.