CELEBRITY: Gloria Gaynor spendet munter an Rechtsaussen!
Sie hoffe, dass sie mit dieser Ehrung die inspirierende Bewegung fortsetzen könne, die mit I Will Survive begann, erklärte Gloria Gaynor vor kurzem, als sie erstmals öffentlich Stellung dazu bezog, ob sie die Kennedy Center Honors, eine der wichtigsten, kulturellen Ehrungen des offiziellen Amerikas, von Donald Trump annehmen wird. Es sei ihr Kernanliegen, ihre Musik und Kunst auf der globalen Bühne zu teilen, um Ermutigung, Hoffnung, Stärkung, Inspiration, Verständnis und Einheit zu vermitteln.
Stimmen insbesondere aus der LGBTI+ Community wurden laut, dass sie diese Ehrung ablehnen solle. Es seien queere Menschen, welche ihre Karriere bis heute ermöglicht haben und sie bis heute weiter unterstützen. Gerade ihre Songs wie I Will Survive wurden zu wahren Hymnen in der Community, weshalb sie noch heute oft an Pride-Veranstaltungen gebucht werde. Da die aktuelle amerikanische Regierung derart viel Hass und Hetze gegen LGBTI+ betreibt, solle sie freiwillig auf diese Ehrung verzichten und sie ablehnen.
Nun, viele Recherchen von Journalist:innen und Organisationen weiter, sieht die Lage noch etwas anders aus, und es zeigt sich auch, weshalb Gloria Gaynor wohl nie vor hatte auf die Kennedy Center Honors zu verzichten. Seit 2023 hat die Sängerin nämlich mindestens 22‘000 US-Dollar, rund 17‘700 Schweizer Franken, an Rechtsaussen-Politiker:innen und Organisationen, insbesondere auch aus dem MAGA-Umfeld, gespendet.
So hat Gaynor unter anderem Politiker:innen wie Ted Cruz, Marco Rubio, Ben Carson, den früheren Sprecher des US-Repräsentantenhaus Kevin McCarthy, sowie der aktuelle, Mike Johnson, direkt unterstützt, aber auch Nikki Haley oder Vivek Ramaswamy. Sie gehören alle der republikanischen Partei an. Hinzu kommen Spenden an Organisationen wie WinRed, eine Fundingplattform, welche Gelder für die Republikaner sammelt. Dafür hat Gaynor alleine in diesem Jahr schon vier Spenden ausgelöst.
Gloria Gaynor, mittlerweile 81-jährig, steht seit den 1960er Jahren als Sängerin im Rampenlicht. Ihre wirklich grossen Erfolge feierte sie aber erst an Mitte der 1970er Jahre, und natürlich mit ihrem Welthit I Will Survive im Jahr 1978. Sechs Jahre später folgte dann mit I Am What I Am ihr zweiter grosser Höheflug, der zu einer Hymne insbesondere für trans Menschen wurde. Ursprünglich wurde der Song für das Musical La Cage aux Folles geschrieben.
Neben Gloria Gaynor sollen im Dezember unter anderem auch noch Syvester Stallone, die Band KISS, Country-Sänger George Strait, sowie Sänger und Schauspieler Michael Crawford geehrt werden.