KANADA: „Schickt keine S*x Toys mehr auf die US-Marinebasis in Bahrain!“

KANADA: „Schickt keine S*x Toys mehr auf die US-Marinebasis in Bahrain!“
Ein Erotikshop in Kanada hat zwei offizielle Briefe vom US-Verteidigungsministerium bekommen, in welchem sie aufgefordert werden, keine Sex Toy-Bestellungen mehr von Soldat:innen jenes US-Marinestützpunkt entgegenzunehmen, der sich in Bahrain im Mittleren Osten befindet. Ihre Toys seien eine unmittelbare Gefahr.

Diese beiden Briefe, welche sie vom US-Verteidigungsministerium erhalten habe, werde sie prominenter aufhängen als ihren Hochschulabschluss, erklärte Grace Bennett, Mitgründerin des kanadischen Onlineshops Bonjibon. In diesen Schreiben vom Pentagon wird sie aufgefordert keine Bestellungen von Sex Toys mehr vom US-Marinestützpunkt in Bahrain entgegenzunehmen und die Artikel dorthin zu schicken.

Im Brief, der vom Flottenlogistikzentrum des US-Zentralkommandos der Marine in Bahrain stammt, steht weiter geschrieben, dass diese Artikel eine unmittelbare Gefahr für die Soldat:innen darstelle, da Sex Toys in Bahrain per Gesetz verboten und damit illegal seien. Die Artikel seien bei der Sicherheitskontrolle beim Zoll in Bahrein gefunden und als pornografisches Material eingestuft worden. Deshalb schicke man das Paket an den Absender zurück.

Die Situation sei derart komisch, so Grace Bennett, dass sie die Briefe nun kurzerhand für ein Instagramvideo vorlas, und seither geht sie mit ihrer Geschichte viral. Sogar das kanadische Fernsehen war bereits bei ihr zu Gast. So erklärt die Onlineshop-Besitzerin, dass sie gar keine Pakete nach Bahrain verschicke, doch Bonjibon erhalte häufig Bestellungen von Soldat:innen von anderen Militärstützpunkten in Kanada, in den USA, in Asien und in Europa. Sie vermute daher, dass jemand das Paket von dort nach Bahrain weitergeleitet habe. Erst, als dieses Paket nun zu ihr zurückgeschickt wurde, habe sie davon erfahren.

Bei dem Toys handelt es sich übrigens um einen Analplug und ein Bullet-Vibrator, wie Bennett in ihrem Instagram-Video flüstert. Als Fernsehsender beim Pentagon mehr über den Fall erfahren wollte, gab es keine Stellungnahme.

Da der Brief aus dem Verteidigungsministerium in einem ziemlich gehässigen Ton geschrieben wurde, hat Grace Bennett auch eine Bitte an das Pentagon gerichtet: Statt solche Briefe an Firmen zu verschicken wäre es sinnvoller wenn sie ihre Soldat:innen besser darüber schulen würden, was sie sich in die jeweiligen Länder liefern lassen dürfen und was nicht. Es tue ihr aber für jene Person Leid, welche die Artikel bestellt und nun aber nicht erhalten habe. Aufgrund der Rücksendung habe sie den ursprünglichen Empfänger aber ausfindig machen und somit auch den Kaufpreis zurückerstatten können.

Das Video von Grace Bennett war jedenfalls ein voller Erfolg und wurde bereits hunderttausendfach gesehen und tausendfach geliked.

@grace.bonjibon The @Bonjibon office is about to get a major upgrade 🥰 #officelife #goodvibesonly ♬ EVERLASTING LOVE - GROWS