RUSSLAND: Heated Rivalry-Fans machen sich für ihre Serie strafbar

RUSSLAND: Heated Rivalry-Fans machen sich für ihre Serie strafbar
Die Serie über zwei Eishockey-Stars, die sich ineinander verlieben, erobert den Globus und wird förmlich vom Erfolg überrannt. Sogar in Russland ist Heated Rivalry äusserst beliebt, obwohl man sich strafbar macht, schon alleine wenn man sich die Serie anschaut.

Heated Rivalry und seine beiden Stars Hudson Williams und Connor Storrie sind derzeit in aller Munde: Die kanadische Serie über zwei Profi-Eishockeyspieler, welche sich ineinander verlieben, erfreut sich grösster Beliebtheit und kaum eine namhafte Talkshow, in welche die beiden Hauptdarsteller nicht eingeladen wurden, oder in welcher die Serie nicht zumindest Thema war.

Damit wurde Heated Rivalry zu einer der meist diskutierten Serien des noch jungen Jahres 2026. Mit einer Bewertung von 9.1 bei IMDB und 98 Prozent bei Rotten Tomatoes, werden die insgesamt sechs Folgen der Serie auch mit äusserst positiven Kritiken und Reviews gefeiert. So sehr, dass bereits jetzt bekannt ist, dass es eine zweite Staffel geben wird.

Auch in Russland erfreut sich die Serie grösster Beliebtheit: Bei Kinopoisk, einem vergleichbaren Portal wie Rotten Tomatoes, haben bereits über 30‘000 Personen Heated Rivalry bewertet, und dies mit einem äusserst hohen Durchschnittswert von 8.6. Es gibt aber auch Telegram-Kanäle, auf welchen sich Russ:innen über Heated Rivalry austauschen, und auch sie haben bereits zehntausende Follower. 

Diese grosse Beliebtheit überrascht auch daher, da die Serie auf keiner der bekannten Streaming Plattformen zu sehen ist. Der Grund ist einfach: Wer sich Heated Rivalry anschaut macht sich nämlich gleich strafbar, denn die Serie verstösst mit ihrem queeren und teilweise sehr erotischen Inhalten ganz klar gegen das seit 2013 geltende, und 2022 verschärfte Anti-LGBTI+ Propagandagesetz

Die Fans der Serie versuchen jedoch auf verschiedensten Wegen doch an die Folgen zu kommen. So werden teilweise ganze Episoden oder Ausschnitte davon via Telegram geteilt. Dies birgt jedoch das Risiko, dass die User identifiziert und dann strafrechtlich verfolgt werden könnten. Andere greifen mittels VPN online auf die Folgen zurück, etwa via Streamingplattformen oder Torrent-Seiten. Es ist dieser Umstand, der es äusserst schwierig macht, um herauszufinden, wie viele Russ:innen die Serie tatsächlich bereits gesehen haben.

In der Schweiz läuft die Serie übrigens beim hierzulande neu verfügbaren HBO Max: Als Release Date ist derzeit der 6. Februar vorgesehen.