RUSSLAND: Webseite schreibt über Heated Rivalry - Busse!
Geht es um queere Inhalte, dann greift in Russland sofort die Zensur, insbesondere wenn es positiv oder sachlich neutral formuliert ist. Dies wurde nun auch einem Nachrichtenportal von Saratov Business Consulting (SarBC) zum Verhängnis. Wie die Betreiber erklären, sei bei ihnen auf einer Webseite durch einen Linktausch ein Artikel mit dem Titel „Weshalb wurde Heated Rivalry so populär?“ erschienen. Obwohl er nur kurz öffentlich war, reichte dies bereits um ins Visier der Behörden zu gelangen.
Der Artikel wurde als möglichen Verstoss gegen das Anti-LGBTI+ Propagandagesetz bewertet und so mussten sie sich vor Gericht verantworten. Dies, obwohl sie ihn sehr schnell wieder offline genommen haben. Nun liegt das Urteil vor: Die Richter des Bezirksgerichts in Saratow befanden die Betreiber für schuldig und sprachen eine Geldbusse von 500‘000 Rubel aus - rund 5‘130 Schweizer Franken.
Die Betreiber des Newsportals zeigten sich gegenüber den Medien überrascht über die Entscheidung und äusserten auch ihr Unverständnis. Es sei ein normaler Artikel über eine Fernsehserie gewesen. Doch er äusserte sich auch sehr vorsichtig und nannte den Titel der Serie nicht mehr um nicht nochmal in Schwierigkeiten zu kommen.
Der Artikel hat aber durchaus seine Berechtigung und trifft ganz klar auch auf Russland zu, denn auch dort ist Heated Rivalry äusserst populär, obwohl die Fans hohe Geldbussen riskieren, falls sie erwischt werden. So kann die Serie dort nur mittels VPN oder via illegalen Streaming-Plattformen gesehen werden. Einige solche Plattformen wurden anfangs Jahr bereits angeklagt, weil sie die Serie angeboten haben.
Dass die Serie einen besonderen Bezug zu Russland hat, liegt auf der Hand, ist doch Ilya Rozanov, gespielt von Connor Storrie, ein russischer Eishockeyspieler und so spielen auch einige Szenen in Russland.