SCHWEIZ: Auch am diesjährigen WEF in Davos fand wieder die Pride On The Promenade statt
Während vor allem ein Mann das diesjährige World Economic Forum dominierte und mit seiner in Teilen wirren Rede die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf sich zog, organisierten die LGBTI+ Organisationen GLAAD, Open For Business und Partnership for Global LGBTIQ+ Equality (PGLE) am diesjährigen WEF wieder die Pride On The Promenade. Bereits im vierten Jahr in Folge beleuchteten dazu die teilnehmenden Unternehmen ihre Räumlichkeiten vor Ort in Davos während eines Tages in Regenbogenfarben, hissten Pride-Fahnen und setzten damit ein sichtbares Zeichen der Unterstützung für die LGBTI+ Community.
Zu den Firmen vor Ort, welche sich in diesem Jahr der "WEF-Pride" anschlossen, gehörten unter anderem Amazon, Axios, Bloomberg, Circle, Cisco, Cloudfare, Edelman Trust House, Hub Culture Chalet, Hub Culture Icon, Hub Culture TechLodge, Salesforce, SAP, Snowflake und Workday. Damit setzten diese Unternehmen einen klares Contra zu Präsident Trump, der mit seiner Partei wie kein US-Präsident vor ihm einen Angriff auf die Rechte queerer Menschen, und dabei insbesondere auf trans Menschen, lanciert hat.
Die queere Sichtbarkeit gerade in solch elitären Kreisen wie am World Economic Forum in Davos habe eine neue Dringlichkeit erhalten. So sind klare Bekenntnisse der Unterstützung zwingend nötig, und dies insbesondere aktuell, wenn mächtige Staatsführer versuchen, queere Menschen zu verdrängen. Trotz dieser äusserst schwierigen Zeiten, zeigten sich die veranstaltenden LGBTI+ Organisationen zuversichtlich und unterstrichen, dass queere Menschen wichtig für die Weltwirtschaft sind.
So erklärte etwa Ken Janssens von Open For Business, dass diese Initiative das wachsende Verständnis widerspiegle, dass Gleichberechtigung nicht einfach ein Zusatz ist, sondern ein Motor für Wirtschaftsleistung. Unternehmen seien stärker, wenn ihre Mitarbeitenden auch offen und sicher auftreten können.
Dass die Pride On The Promenade gerade in diesem Jahr von besonderer Wichtigkeit ist, unterstrich auch Sarah Kate Ellis von GLAAD. Dass die Promenade des Weltwirtschaftsforum auch diesmal wieder in den Pride-Farben erhellt wird, zeige die notwenige Unterstützung für LGBTI+ Menschen weltweit. Diese Botschaft der Solidarität dürfe nicht unterschätzt werden, gerade in Zeiten, in denen jahrzehntelange Bündnisse in Frage gestellt werden. Auch den teilnehmenden Firmen sei dies bewusst, denn die gemeinsamen Werte für Familie und Freiheit trage zum Wachstum ihrer Unternehmung bei.