SCHWEIZ: Das Pink Apple 2025 stellt seine Fokusthemen vor
Mit dem Eurovision Song Contest und der Frauen-Fussball-Europameisterschaft finden in diesem Jahr gleich zwei ausserordentliche Grossanlässe in der Schweiz statt, welche einerseits von internationaler Ausstrahlung sind, aber auch die LGBTI+ Community begeistern werden. Aus diesem Grund überrascht es nicht, dass diese beiden Events auch im Programm des diesjährigen Pink Apple Filmfestivals thematisiert werden. So heissen zwei der Fokusthemen Fankultur im Frauenfussball, sowie Eurovision - so queer! Bei beiden wird es zudem entsprechende Podiumsdiskussionen im Theater anundpfirsich geben.
Ein weiterer Schwerpunkt bildet bei dieser Ausgabe des Pink Apple zudem das Thema Sexarbeit - zwischen Stigma und Faszination. Dazu wird es mit With Legs Wide Open - Geschichten aus 500 Jahren Sexarbeit in Deutschland und in der Schweiz auch eine Ausstellung geben. Weiter findet eine Podiumsdiskussion über Männliche Sexarbeit statt. Beides entstand in Zusammenarbeit mit dem Sexworkers Collective, dem Schwulen Museum Berlin, sowie dem feministischen Streikhaus Zürich.
Dem Fakt, dass queere Communities aktuell wieder besonders unter Druck stehen, wird mit dem Themenschwerpunkt The Power of Communities Rechnung getragen. Dabei sollen ebenso über derzeitige, sowie über noch bevorstehende Herausforderungen gesprochen werden, aber auch wie Solidarität und Widerstand gegen den Backlash aussehen könnten.
Mit dem Sieg von Nemo erhielt die Debatte um nonbinäre Identitäten neuen Schwung. Dem will sich auch das Pink Apple nicht entziehen und widmet einen weiteren Schwerpunkt jenen Menschen, welche jenseits von binären Kategorien leben. Obwohl Nonbinarität alles andere als ein neues Phänomen ist, gibt es noch immer Missverständnisse, Vorurteile und Unwissen. Dem will das Pink Apple mit einem Podium entgegentreten und auch jene gesellschaftlichen Herausforderungen beleuchten, mit welchen nonbinäre Personen konfrontiert werden.
Queere Geflüchtete in der Schweiz ist ein weiterer Schwerpunkt, welcher insbesondere in Frauenfeld thematisiert wird. Dabei geht es ebenso um Hoffnungen, wie auch um Verfolgung und Flucht. Queere Geflüchtete erläutern ihre Situation und schildern auch ihre Erfahrungen mit dem Asylsystem in der Schweiz.
Das Pink Apple findet in diesem Jahr vom 29. April bis zum 8. Mai in Zürich und danach direkt anschliessend bis zum 11. Mai in Frauenfeld statt. Das Filmfestival wird dabei in Zürich insbesondere im Riffraff, sowie mit der Eröffnung und der Closing Night im Le Paris der Arthouse Kinos, und weiteren Aufführungen im Filmpodium zu Gast sein. Das Festivalzentrum ist zudem im Gleis gleich neben dem Regenbogenhaus. In Frauenfeld ist das Festival wieder im Kino Luna. Das Filmprogramm wird am 10. April veröffentlicht, und ab dem 17. April sind Tickets erhältlich.