UK: Neues Gesetz soll nach Opfer von Manchester-Attentat benannt werden

UK: Neues Gesetz soll nach Opfer von Manchester-Attentat benannt werden
Sein Name soll nie vergessen werden: Martyn Hett war eines der 22 Todesopfer des Bombenanschlags auf das Ariana Grande-Konzert in der Manchester Arena im Jahr 2017. Nun soll ein neues Anti-Terror-Gesetz nach dem jungen, schwulen Mann benannt werden. Seine Mutter spricht vom besten Geschenk, denn sie setzt sich seit dem Attentat unermüdlich für bessere Sicherheitsgesetze bei Grossanlässen ein.

Es wäre der 35. Geburtstag ihres Sohnes Martyn Hett gewesen: In einer Stellungnahme erklärte nun dessen Mutter, dass die Regierung die ganze Angelegenheit sehr ernst nehme und das Versprechen, nun zu handeln, sei das schönste Geburtstagsgeschenk, welches sie habe erhalten können. Sie hoffe, dass dieser Gesetzesvorstoss nun ins Parlament komme und angenommen werde, so Figen Murray weiter.

Martyn Hett war eines der 22 Todesopfer beim Bombenanschlag auf das Ariana Grande-Konzert in der Manchester Arena am 22. Mai 2017. Damals wurden zudem mehr als 1000 Personen verletzt, 112 mussten im Krankenhaus behandelt werden. Um an Martyn Hett zu erinnern, wurde auch in einer Folge der Serie Coronation Street an ihn gedacht, welche rund um den fünften Jahrestag des Attentats in diesem Frühling ausgestrahlt wurde. Es war seine Lieblingsserie. Seine Mutter kämpft nun seit dem Tod von Martyn Hett unermüdlich für präventive Gesetze, welche mithelfen sollen, solche Attentate künftig zu verhindern.

Unter dem Namen Martyn’s Law will die britische Regierung nun ein neues Gesetz einführen, welches die Sicherheit vor Terroranschlägen erhöhen soll. So sind mehrere Abstufungen für präventive Sicherheitsvorkehrungen vorgesehen, je nach Grösse des jeweiligen Anlasses.

So müssen etwa für Veranstaltungen mit mehr als hundert Personen Sicherheitsschulungen gemacht und Informationen mit den Behörden ausgetauscht werden, und es brauche einen Bereitschaftsplan. Diese Massnahmen sollen aber äusserst kostengünstig und mit wenig Aufwand verbunden sein. Je grösser ein Anlass, desto mehr Präventivmassnahmen kommen hinzu: Dies geht von Risikobewertungen bis hin zu Sicherheitsplänen. Dies soll durch die Regierung regelmässig kontrolliert und notfalls sanktioniert werden.

Auch der britische Premierminister Rishi Sunak meldete sich zum Martyn’s Law zu Wort und erklärte, dass er mit Figen Murray zusammenarbeiten wolle um wichtige Gesetze einzuführen um das Andenken an ihren Sohn und alle von Terrorismus betroffenen zu ehren. Es sei eine Inspiration für uns alle, so Sunak weiter, wie die Menschen von Manchester nach dem feigen Anschlag als Gemeinschaft zusammengestanden sind und wie Aktivist:innen wie Figen Murray ihr Leben der Aufgabe gewidmet haben, uns sicherer zu machen und Freundlichkeit und Toleranz zu fördern.

Der Gesetzesentwurf unter dem Titel Martyn’s Law soll im Frühling zur Debatte ins Parlament kommen.