USA: Erlaubt New York nach 40 Jahren erstmals wieder Gay Saunen?
Anstatt die Lokalitäten stärker zu regulieren und strengere Vorschriften einzuführen, wurden in den USA Schwulensaunen und Badehäuser zu Beginn der HIV/Aids-Krise kurzerhand geschlossen um die „öffentliche Gesundheit zu schützen“. Dies betraf sämtliche Einrichtungen für Erwachsene "für sexuelle Kontakte wie Anal- und Vaginal-, sowie Oralverkehr". Auf diese Weise wollte man die Ausbreitung des HI-Virus einschränken.
Mittlerweile sind rund 40 Jahre vergangenen, doch diese strikten Verbote sind nach wie vor vielerorts in Kraft - so auch in New York. Nun kommt aber Bewegung in die Angelegenheit: Der New Yorker Senator Erik Bottcher, sowie der Abgeordnete Tony Simone, beide vertreten die New Yorker West Side in Manhattan, setzen sich nun für die Aufhebung des Verbots ein.
Man schreibe das Jahr 2026 und nicht mehr 1986, so Simone, wir sollten das Verbot von Saunen und Badehäusern für Erwachsene aufheben, dies würden auch die Erkenntnisse der Forschung der letzten dreissig Jahre in Bezug auf die öffentliche Gesundheit belegen. Dieses Thema sollte aus dem Untergrund geholt werden, so der Politiker, die Menschen sind erwachsen und der Sex dort ist einvernehmlich.
Über die Zeit konnten sich noch einige wenige Schwulensaunen in New York halten, indem sie entweder in einer Grauzone oder ganz im Versteckten illegal betrieben wurden. Durch eine Gesetzesänderung sollen diese Lokale nun quasi offiziell erlaubt werden, und unter bestimmten Vorschriften betrieben werden dürften. Die Stadt erhofft sich damit nicht zuletzt auch, dass damit die Queer Community neuen Aufschwung erhält.
Nicht nur in New York wird über eine Aufhebung des Verbots von Schwulensaunen und Badehäusern diskutiert, sondern auch in anderen Städten in den USA, und manche haben es auch bereits umgesetzt, so etwa Minneapolis, Miami, Fort Lauderdale und San Francisco.