AUSTRALIEN: Hauptverdächtiger des Mordes an schwulem Paar plädiert auf nicht schuldig

AUSTRALIEN: Hauptverdächtiger des Mordes an schwulem Paar plädiert auf nicht schuldig
Es ist ein Polizist, der als Hauptverdächtiger gilt, im Februar 2024 den australischen Fernsehmoderator Jesse Baird und dessen Partner in einem Vorort von Sydney ermordet zu haben. Während einer Anhörung hat er nun auf nicht schuldig plädiert.

Ein Geständnis für die Tat hat er nie abgelegt, doch er hat sich damals im Februar 2024 wenige Tage nach der mutmasslichen Tat selber bei der Polizei gestellt. Seither gilt der Polizist als Hauptverdächtiger im Mord am 26-jährigen Fernsehmoderator Jesse Baird (Foto) und dessen 29-jährigem Partner Luke Davies. Nun wurde der Fall an das Oberste Gericht des Bundesstaats New South Wales in Sydney zur Verhandlung verlegt.

Die lange Verzögerung von rund anderthalb Jahren wird damit begründet, dass der mutmassliche Täter zwei Mal den Anwalt gewechselt hat. Er wurde in zwei Punkten angeklagt, nämlich häusliche Gewalt mit Mord und schwerem Einbruch. Während seiner Anhörung plädierte der Polizist nun auf nicht schuldig. Sein neuer Anwalt erklärte zudem, dass jede Geschichte mehrere Seiten habe und sie nun ihre zu gegebener Zeit erzählen werden. 

An einer Party vor dem Mardi Gras 2024 wurden die beiden Opfer zum letzten Mal gesehen. In der Wohnung von Baird wurden bei einer späteren Durchsuchung leere Patronenhülsen, abgefeuert mit einer Dienstwaffe, gefunden, zudem gab es viel Blut am Tatort. Erst nach acht Tagen soll der mutmassliche Täter schlussendlich sein Schweigen gebrochen und verraten haben, wo sich die beiden Leichen befinden. Die Polizei ist dann dort, rund 200 Kilometer von Sydney entfernt, fündig geworden.

Laut den damaligen Ermittlungen geht die Polizei von einer Beziehungstat aus, da der mutmassliche Täter zuvor ebenfalls Baird gedatet haben soll. 

Es gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung.

Safer Dating - Tipps rund um sicheres Online-Dating:

Keine persönlichen Informationen und Wohnadressen austauschen, bevor man einer Person nicht wirklich vertrauen kann.

Erst an einem öffentlichen Ort, wo es auch viele, andere Menschen hat, treffen.

Auch noch einen Freund informieren, wann und wo man zu einem Date geht, damit noch jemand Bescheid weiss, falls es zu einem Zwischenfall kommt.

Nicht zu viel Alkohol trinken und auf sein Glas aufpassen, etwa wegen Drogen und K.o.-Tropfen.

Das Mobiltelefon sollte immer geladen sein, damit man zur Not auch Hilfe anfordern kann.

Und ganz wichtig: Auf das Bauchgefühl hören. Niemand zwingt einem an einem Ort zu bleiben: Wenn man sich unwohl fühlt, dann soll man lieber gehen als bleiben.

Brauchst Du Hilfe und möchtest Du mit jemandem sprechen? Hier findest Du Hilfe:

Die Schweizer LGBT+ Helpline steht Dir unter der Nummer 0800 133 133 kostenlos zur Verfügung. Mehr Infos: lgbt-helpline.ch

Weitere Information erhältst Du auch unter:
Du-bist-du.ch: Beratung und Information
Milchjugend: Übersicht über queere Jugendgruppen
Transgender Network Switzerland: Dachorganisation für trans Menschen
LOS: Lesbenorganisation Schweiz
Pink Cross: Dachorganisation schwuler und bisexueller Männer