DEUTSCHLAND: Wohnungsdurchsuchungen nach Angriffen bei Cruising Spots in Stuttgart

DEUTSCHLAND: Wohnungsdurchsuchungen nach Angriffen bei Cruising Spots in Stuttgart
Insgesamt mindestens zehn Männer wurden bei bekannten Cruising Spots in und um Stuttgart angegriffen. Die Polizei geht von LGBTI+ feindlichen Hassverbrechen aus und hat entsprechende Ermittlungen eingeleitet und zudem auch Razzien in mehreren Wohnungen durchgeführt.

Bei LGBTI+ feindlichen Hassverbrechen ist die Dunkelziffer bekanntlich hoch, und entsprechend ist noch nicht klar, wie viele Personen tatsächlich Opfer dieser Serie an Überfällen in der Region Stuttgart und im Landkreis Ludwigsburg wurden. Die Taten geschahen zwischen Juni 2025 und April 2026 und es sind bislang mindestens zehn Männer als Opfer bekannt. Die Polizei hat daher auch einen Aufruf gestartet um mögliche weitere Opfer zu finden.

Die Taten spielten sich alle auf zwei Autobahnparkplätzen entlang der A81 im Landkreis Ludwigsburg ab, sowie in Stuttgart-Degerloch. Nach umfassenden Untersuchungen wurden fünf Männer im Alter zwischen 20 und 45 Jahren als Tatverdächtige ermittelt. Dazu wurden auch Wohnungen durchsucht und umfangreiches Beweismittel konnte sichergestellt werden. Vier der fünf Männer wurden zudem zwischenzeitlich inhaftiert aber nun wieder auf freien Fuss gesetzt.

Bei den Überfällen sollen sie mit Quads zu den als Cruising Spots bekannten Orten gefahren sein und ihre Opfer mit Feuerlöschern besprüht haben. Darauf sollen die Tatverdächtigen auf die Männer eingeschlagen haben. Auf diese Weise wurden insgesamt mindestens zehn Männer verletzt. Die Polizei wertet derzeit das Beweismaterial aus.

Weitere Geschädigte können sich bei der Stuttgarter Kriminalpolizei melden.

Safer Dating - Tipps rund um sicheres Online-Dating:

Keine persönlichen Informationen und Wohnadressen austauschen, bevor man einer Person nicht wirklich vertrauen kann.

Erst an einem öffentlichen Ort, wo es auch viele, andere Menschen hat, treffen.

Auch noch einen Freund informieren, wann und wo man zu einem Date geht, damit noch jemand Bescheid weiss, falls es zu einem Zwischenfall kommt.

Nicht zu viel Alkohol trinken und auf sein Glas aufpassen, etwa wegen Drogen und K.o.-Tropfen.

Das Mobiltelefon sollte immer geladen sein, damit man zur Not auch Hilfe anfordern kann.

Und ganz wichtig: Auf das Bauchgefühl hören. Niemand zwingt einem an einem Ort zu bleiben: Wenn man sich unwohl fühlt, dann soll man lieber gehen als bleiben.

Brauchst Du Hilfe und möchtest Du mit jemandem sprechen? Hier findest Du Hilfe:

Die Schweizer LGBT+ Helpline steht Dir unter der Nummer 0800 133 133 kostenlos zur Verfügung. Mehr Infos: lgbt-helpline.ch

Weitere Information erhältst Du auch unter:
Du-bist-du.ch: Beratung und Information
Milchjugend: Übersicht über queere Jugendgruppen
Transgender Network Switzerland: Dachorganisation für trans Menschen
LOS: Lesbenorganisation Schweiz
Pink Cross: Dachorganisation schwuler und bisexueller Männer