INDIEN: Wieder ein Angriff und Erpressung via Dating App

INDIEN: Wieder ein Angriff und Erpressung via Dating App
Eigentlich erwartete er ein Date mit einem anderen Mann, doch als er am vereinbarten Treffpunkt eintraf, warteten sieben Männer auf ihn: Auch in Indien kam es jüngst zu mehreren Angriffen und Erpressungen via queeren Dating Apps. Nun wurden sieben mutmassliche Täter verhaftet.

Er nutzte die queere Dating App Polo, welche anfangs 2026 vorgestellt wurde und sich vollständig auf den indischen Markt konzentriert. Via dieser hat er ein Date im Bezirk Surendranagar mit einem anderen Mann abgemacht. Da sich gerade in Indien noch immer vieles innerhalb der Community im verborgenen abspielt, haben sie als Treffpunkt ein verlassenes Haus am Stadtrand von Gujarat abgemacht. Als das Opfer dort eintraf, wurde er statt von seinem Date von insgesamt sieben Männern erwartet.

Wie die Polizei mitteilt, haben die mutmasslichen Täter ihr Opfer, ein 44-jähriger Mann, umzingelt und unvermittelt angegriffen. Sie sollen ihn dabei gewaltsam entkleidet haben um komprimittierende Bilder und Videos von ihm zu machen, und ihn darauf mit diesen zu erpressen. Wie die Ermittler erklären, sollen sie zudem gedroht haben, die Bilder und Videos in den Sozialen Medien zu veröffentlichen, sollte er nicht 31‘000 Rupien, umgerechnet rund 265 Schweizer Franken, bezahlen. Auch drohten sie ihm, dass sie die Aufnahmen veröffentlichen werden, sollte er den Fall bei der Polizei melden.

Der Mann liess sich davon aber nicht einschüchtern, und ging darauf trotzdem zur Polizei um die Täter anzuzeigen. Darauf wurden sofort Ermittlungen aufgenommen und mittels technischer Daten konnten die mutmasslichen Täter ausfindig gemacht und verhaftet werden. Wie die Polizei mitteilt, habe man dabei auch den gesamten Betrag, den sie von ihrem Opfer erbeutet haben, sichergestellt. Die Männer müssen sich nun vor Gericht verantworten.

Safer Dating - Tipps rund um sicheres Online-Dating:

Keine persönlichen Informationen und Wohnadressen austauschen, bevor man einer Person nicht wirklich vertrauen kann.

Erst an einem öffentlichen Ort, wo es auch viele, andere Menschen hat, treffen.

Auch noch einen Freund informieren, wann und wo man zu einem Date geht, damit noch jemand Bescheid weiss, falls es zu einem Zwischenfall kommt.

Nicht zu viel Alkohol trinken und auf sein Glas aufpassen, etwa wegen Drogen und K.o.-Tropfen.

Das Mobiltelefon sollte immer geladen sein, damit man zur Not auch Hilfe anfordern kann.

Und ganz wichtig: Auf das Bauchgefühl hören. Niemand zwingt einem an einem Ort zu bleiben: Wenn man sich unwohl fühlt, dann soll man lieber gehen als bleiben.

Brauchst Du Hilfe und möchtest Du mit jemandem sprechen? Hier findest Du Hilfe:

Die Schweizer LGBT+ Helpline steht Dir unter der Nummer 0800 133 133 kostenlos zur Verfügung. Mehr Infos: lgbt-helpline.ch

Weitere Information erhältst Du auch unter:
Du-bist-du.ch: Beratung und Information
Milchjugend: Übersicht über queere Jugendgruppen
Transgender Network Switzerland: Dachorganisation für trans Menschen
LOS: Lesbenorganisation Schweiz
Pink Cross: Dachorganisation schwuler und bisexueller Männer