KAMBODSCHA: Komitee für Menschenrechte will die Ehe für alle einführen

KAMBODSCHA: Komitee für Menschenrechte will die Ehe für alle einführen
Queere Menschen dürfen nicht benachteiligt werden, erklärte der Vorsitzende des nationalen Komitees für Menschenrechte, und deshalb müsse die Verfassung Kambodschas dahingehend abgeändert werden, dass gleichgeschlechtliche Paare gesetzlich anerkannt werden können. Es brauche nun eine entsprechende Prüfung wie dieses Vorhaben auf Gesetzesebene umgesetzt werden kann.

In Asien anerkennen erst Taiwan, Nepal und Thailand die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare an. Geht es aber nach dem nationalen Komitee für Menschenrechte CHRC, dann soll auch Kambodscha bald folgen. Dies bekräftigte die Behörde während einem Vortrag in der Hauptstadt Phnom Penh.

Soziale Vorurteile und Stigmatisierungen würden zunehmend abgebaut und queere Menschen würden immer selbstbewusster auftreten. Dies sei kein Zufall, sondern dem Engagement des letzten und des aktuellen Premierministers zu verdanken, welche sich für die Freiheiten aller Bürger:innen stark gemacht und diese konsequent gefördert haben, so das Komitee.

Die Regierung werde sich auch weiter für Inklusion auf allen Ebenen einsetzen, während sich das Komitee für Menschenrechte für den landesweiten Schutz und die Förderung der Rechte der LGBTI+ Community einsetze. Dazu gehöre auch die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. So müsse es ein Gesetz geben, welche die Ehe für queere Paare formell anerkenne, denn LGBTI+ Personen dürfen nicht benachteiligt werden.

Wie das CHRC weiter betont, brauche es mehrere Schritte bis zur Ehe für alle. So müsse erst die Verfassung angepasst werden und erst danach könne ein Gesetzesentwurf eingereicht werden, mit dem die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare eingeführt werden könnte. Dazu brauche es eine Rechtskommission, welche all dies genau prüfen könne, denn ein solches Gesetz habe weitreichende Konsequenzen.

Die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare würde zahlreiche soziale und wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen. Es würden damit nicht nur Diskriminierungen reduziert, sondern auch Erbansprüche und Adoptionen erleichtert, das Justizsystem würde gestärkt, Investitionen würden gefördert und das internationale Ansehen Kambodschas würde verbessert, zeigt sich das Komittee weiter zuversichtlich.