NIGERIA: Sohn von ranghohem Politiker hat sein Coming out - und wie!

NIGERIA: Sohn von ranghohem Politiker hat sein Coming out - und wie!
Bolu Okupe, der Sohn eines Sprechers eines ehemaligen, nigerianischen Präsidenten hat sich als schwul geoutet. In einem Instagram-Post schrieb der 27-Jährige: „Yes, I‘m gay AF“, zeigt sich zudem obenohne und in Rainbow-Shorts und hat dazu eine grosse Regenbogenfahne in der Hand. Mehr LGBTI+ Visibility geht kaum...

Er lebt nun in Paris und nicht mehr in Nigeria, und dies dürfte wohl auch der Grund sein, weshalb Bolu Okupe sein Coming out wagte. In einem Post auf Instgram, welcher sich rasend schnell verbreitet hat, erklärt der 27-Jährige "Yes, I'm gay AF." Dazu zeigt er sich auf dem Bild nur in einer Rainbow-Shorts, dafür aber mit einer grossen Regenbogenfahne.

Dass er diesen Schritt in seiner Heimat Nigeria wohl kaum hätte wagen können, zeigen die Reaktionen, welche er auf sein Coming out erhalten hat. Würde er in Kenia leben, dann wäre er nun eine Leiche, erklärte einer. Ein anderer fand, dass Bolu gleich in Frankreich bleiben solle, und deutet an, dass Homosexualität westliches Verhalten sei. Doch Bolu Okope lässt dies nicht einfach so auf sich sitzen und gibt auch zurück - gerade wenn es um die Religion geht. So erklärt er, dass es die Franzosen und die Briten gewesen seien, also "der Westen", welche die Religionen nach Afrika brachten, welche nun gegen LGBTI+ verwendet werden.

Auch sein Vater Doyin Okupe, welcher früher Sprecher des nigeranischen Ex-Präsidenten Oludegun Obasanjo war, hat reagiert, zeigte sich aber ziemlich unbeeindruckt. So schrieb er via Twitter, dass er schon seit einer Weile von der neuen Orientierung gewusst habe. Sein Sohn wisse, dass er als Christ und Zeuge von Christus (ein Evangelist) vehement gegen Homosexualität sei, da diese den erklärten Geboten seines christlichen Glaubens zuwiderlaufe. Er werde aber unter die Oberfläche und über das Physische hinausschauen, so Doyin Okupe weiter. Er sehe darin eine grössere, geistliche Herausforderung auf ihn zukommen, aber er wisse auch, so wahr sein Gott lebe, dass diese Geschichte im Lobpreisen des allmächtigen Jehova enden werde, dem er Tag und Nacht diene.

In Nigeria drohen auf Homosexualität bis zu 14 Jahre Haft im christlichen Süden, und die Todesstrafe im muslimischen Norden. Zudem kommt es immer wieder zu Verhaftungen und Razzien durch die Polizei. Auch der ehemalige Präsident und frühere Vorgesetzte von Bolu Okope, Präsident Oludegun Obasanjo, war bekannt für seine LGBTI+ Feindlichkeiten: So bezeichnete er Homosexualität als unbiblisch und unafrikanisch.

 
 
 
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