SERBIEN: Aktivist:innen erneuern ihre Forderungen für LGBTI+ Rechte
Unter dem Motto "Es hat Platz für uns alle" liefen Hunderte von Queers und ihre Allies während der Belgrade Pride durch das Zentrum der serbischen Hauptstadt, vorbei unter anderem auch am Sitz der Regierung sowie an der Nationalversammlung. Obwohl LGBTI+ bereits seit Jahren für ihre Anerkennung kämpfen, ist bislang kaum etwas passiert und aus diesem Grund erneuerten sie auch bei dieser Pride wieder ihre Forderungen auf einen grundlegenden Rechtsschutz.
So forderten sie die rechtliche Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften in Form eines Partnerschaftsgesetzes, und die Anerkennung des Geschlechts von trans und inter Menschen. Weiter soll auch der Schutz von queeren Menschen verbessert werden, etwa in dem Hassrede und Diskriminierungen strafbar gemacht werden. Weiter forderten sie zudem, dass die LGBTI+ Community stärker in der Lokalpolitik und von der Verwaltung auf Ebene der Gemeinden und Städte miteinbezogen wird.
Dass es in Serbien enorm schwierig ist, die rechtliche Situation für queere Menschen zu verbesseren, zeigt schon alleine ein Blick in die jüngere Vergangenheit. Erst anfangs 2026 lehnte die Nationalversammlung bereits zum dritten Mal einen Antrag ab, um überhaupt nur über ein Partnerschaftsgesetz zu debattieren. Dies zeigt, dass der politische Wille, zumindest von der Regierungspartei, noch immer nicht vorhanden ist.